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Streit um Fahrverbote

DORTMUND Die Umweltzonen-Pläne sind weiter heftig umstritten - nicht nur in Dortmund. Der Hintergrund:

von Von Oliver Volmerich

, 24.01.2008

- Nach aktuellen Zahlen der Stadt wären in Dortmund von einem Fahrverbot allein für Fahrzeuge ohne Schadstoff-Plakette nur 4,8 Prozent aller Autos betroffen – genau 12 476 von knapp 258 000. Bei den PKW bekämen 3,6 Prozent keine Plakette, bei den Nutzfahrzeugen mit 3532 knapp 30 Prozent. Der Anteil verringert sich allerdings noch durch die in Aussicht gestellten Ausnahmegenehmigungen etwa für Anwohner der Umweltzone oder Handwerker.

- Ob Fahrverbote die Luftqualität nennenswert verbessern, ist auch in der Wissenschaft umstritten. In einem Gutachten für den ADAC beziffert die TU Cottbus den Anteil des Autoverkehrs am Feinstaub-Aufkommen mit nur fünf Prozent. Die Deutsche Umwelthilfe führt dagegen 50 bis 60 Prozent des Feinstaubs in viel befahrenen Straßen auf Auspuffabgase zurück. In der Regel geht man davon aus, dass 20 Prozent des Feinstaubs vom Autoverkehr verursacht werden.

- Verwirrend wird die Regelung für die Brackeler Straße. Dort besteht seit 12. Januar ein Fahrverbot für Autos ohne oder nur mit roter Plakette. Mit Inkrafttreten der "großen" Dortmunder Umweltzone voraussichtlich ab Herbst sollen dann aber auch Fahrzeuge mit rotem Sticker wieder fahren dürfen. Die Stadt will eine einheitliche Regelung, erklärt Umweltdezernent Wilhelm Steitz. Aufgehoben werden soll auch das generelle Durchfahrverbot für LKW für die Nordstadt. Wer eine Plakette besitzt, kann auch mit dem Brummi bald wieder durch die Nordstadt fahren - egal, wo das Ziel der Fahrt liegt.

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