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Suche nach cleveren Köpfen

Jahrelang war es für viele junge Leute ein Problem, eine Lehrstelle zu finden. Das könnte sich schon bald ändern. Denn gute Auszubildende werden knapp.

03.03.2008

Suche nach cleveren Köpfen

<p>Wirtschaftsvertreter: (v.l.) Dr. Oliver Klug (Großhandel-Außenhandel-Dienstleistungen), Claus Altendorf (Hotel- und Gaststättenverband), Günther Reichel (Kreishandwerkerschaft), Michael Bartilla (Unternehmensverbände), Dr. Wilm Schulte (Einzelhandel), Dr. Karl Schürmann (Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau) sowie Beate Wiemann (Bauindustrie NRW). Roggendorf</p>

So steuert auch die heimische Wirtschaft in vielen Branchen auf einen Fachkräftemangel zu. Damit ihnen nicht der Nachwuchs ausgeht, bildeten die Firmen im vergangenen Jahr deshalb wieder mehr aus. Alle sieben heimischen Wirtschaftsverbände vermeldeten für 2007 deutlich steigende Ausbildungszahlen. Die Gründe sehen ihre Vertreter in der demografischen Entwicklung, im Wirtschaftswachstum und im Fachkräftemangel.

Nicht hausgemacht

Gleichwohl wehrten sich die Sprecher gegen den Vorwurf, dieser Mangel sei hausgemacht. Kein Unternehmen könne in schlechten Zeiten auf Vorrat ausbilden. Das sei finanziell einfach nicht möglich. Beate Wiemann vom Bauindustrieverband NRW etwa führte den Mangel an Nachwuchs auf das negative Image in Folge der Baukrise zurück. Das habe viele Schulabgänger davon abgehalten, Ausbildung oder Ingenieurstudium zu beginnen.

Unterschiedlich waren dagegen die Einschätzungen der Verbände zum abgelaufenen Jahr. Auch der Ausblick war alles andere als einheitlich. "Die Unternehmen sind weiterhin optimistisch gestimmt, wenngleich der Aufschwung an Schub verliert und auszulaufen droht", sagte Geschäftsführer Dr. Oliver Klug (Großhandel-Außenhandel-Dienstleistungen). Für Dortmunds Gastwirte war 2007 laut dem stellv. Hauptgeschäftsführer Claus Altendorf alles dabei, "von Stagnation bis Umsatzzuwächsen, von Umsatzrückgängen bis zu heftigen Verlusten." Die Hotellerie freute sich im Jahr eins nach der Fußball-WM über steigende Übernachtungszahlen.

Gut gefüllte Auftragsbücher hätten vielen Firmen Rückenwind gegeben, stellte Beate Wiemann für die Baubranche fest. Durchwachsen fiel die Stimmung im Handwerk aus. Der Aufschwung ist längst nicht so eingetroffen wie erwartet, bemängelte Günter Reichel, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Ein Sorgenkind bleibt auch der Einzelhandel. Laut Dr. Wilm Schulte, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Mitte, lebe man weiterhin vom Prinzip Hoffnung. In der heimischen Metall- und Elektroindustrie brummt es dagegen, wenn auch nicht bei allen Firmen. Auch die Garten- und Landschaftsbauer sind zufrieden. "Die Auslastung der Firmen ist gut", so Geschäftsführer Dr. Karl Schürmann. ar

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