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Szene-Clubs nehmen Kraftwerk ins Visier

21.08.2007

Ein altes Schalthaus ist Keimzelle der inzwischen überregional bekannten Club-Szene auf dem Thier-Gelände - und könnte es auch in ähnlicher Form bleiben. Denn die Clubs könnten möglicherweise auf dem Gelände des Kraftwerks an der Weißenburger Straße ein neues Zuhause finden.

Seit Jahren ist die Szene auf dem Thier-Gelände kontinuierlich gewachsen. Zu Diskos gesellen sich Cocktail-Bars und Bistros. Die bald allerdings wohl den Plänen für ein Einkaufszentrum auf dem früheren Brauerei-Gelände weichen müssen. Voraussichtlich 2009, schätzt Szene-Gastronom Hubertus Brand, droht der Umzug.

Immerhin ist jetzt ein möglicher Ausweichstandort in Sicht: Auf dem Gelände des Kraftwerks an der Weißenburger Straße am Nordostrand der City wäre reichlich Platz in einer nicht mehr genutzten Maschinenhalle - einem ähnlichen Ambiente wie auf dem Thier-Gelände. Erste Gespräche und auch ein Ortstermin haben bereits stattgefunden. Brands Urteil: "Vom Standort her auf jeden Fall interessant." Neben Clubs wäre auf der deutlich größeren Fläche sogar Platz für Proberäume und Büros.

Das Problem: Die Halle des denkmalgeschützten Kraftwerks-Komplexes ist dringend sanierungsbedürftig, zum Teil mit Asbest "verseucht". Eigentümer RWE hatte deshalb auch schon einen Abriss ins Auge gefasst. Jetzt wird allerdings geprüft, ob die Halle auch mit Hilfe von Fördermitteln erhalten und umgebaut werden kann, um sie dann an die Musik-Szene zu vermieten. Für Kulturdezernent Jörg Stüdemann wäre sie damit auch eine gute Basis zur geplanten "Music Mall", mit der Dortmund überregional als Musikstadt punkten will. Schon in den nächsten Wochen sollen weitere Gespräche klären, ob die Idee der "Kraftwerks-Szene" realisierbar ist. Oli

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