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„Tedi“ zieht nach Hamm

DORTMUND Die Entscheidung ist gefallen: Der Ein-Euro-Discounter „Tedi“ verlagert seine Europazentrale von Dortmund nach Hamm. Damit hat Dortmund den interkommunalen Wettstreit mit der Nachbarstadt verloren.

von Von Achim Roggendorf

, 18.12.2007
„Tedi“ zieht nach Hamm

Wächst rasant und platzt in seiner Zentrale in Brackel aus allen Nähten: der Ein-Euro-Discounter Tedi.

Mehrere hundert „Tedi“-Mitarbeiter sind betroffen. Wie es heißt, werden sie weiter beschäftigt. Allerdings müssen sie in Zukunft bis ins Gewerbegebiet Hamm-Rhynern zur Arbeit fahren.

Die Abwanderungspläne des Unternehmens waren schon länger bekannt. Grund: Am bisherigen Standort am Heßlingsweg ins Brackel platzte „Tedi“ aus allen Nähten. Bis zuletzt hatte die Wirtschaftsförderung versucht, den Billiganbieter zu halten. Im Gespräch war ein Grundstück auf der Westfalenhütte, das allerdings noch nicht baureif war.

Nur zu gern hätten Dortmunds Wirtschaftsförderer den Ein-Euro-Discounter „Tedi“ in der Stadt gehalten. Schließlich standen bis zu 1000 Arbeitsplätze in Aussicht. Gleichwohl: das einzig in Frage kommende Grundstück für die neue Europazentrale auf der Westfalenhütte zwischen Springorum- und Brackeler Straße war noch nicht baureif.

Und der Eigentümer des 25 Hektar großen Areals, ThyssenKrupp, habe keine verbindliche Aussage darüber abgeben können, wann auf dem Grundstück gebaut werden könne. Da „Tedi“ aber „auf eine Entscheidung noch vor Weihnachten gedrängt“ habe, sei keine Zeit mehr für weitere Verhandlungen gewesen. Bei der Wirtschaftsförderung legt man Wert auf die Feststellung, dass es keine Probleme mit „Tedi“ gegeben habe. Das wird von der Firma auch bestätigt. Man sei „jederzeit kompetent und umfassend unterstützt worden“. „Dass für die Expansionspläne von „Tedi“ zeitlich keine passenden Flächen zur Verfügung standen, ist bedauerlich“, sagte Wirtschaftsförderungschef Udo Mager.

„Der Status der Entwicklung einiger Flächen lässt derzeit leider noch keine kurzfristige Vermarktung zu. Außerdem stehen viele Flächen nicht in kommunalem Eigentum, so dass wir nur begleitend tätig werden können.“ „Um so wichtiger sei es jetzt, die Vermarktungsfähigkeit der ausgewiesenen Flächen in Dortmund mit unverminderter Geschwindigkeit herzustellen.

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