Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Thier-Handelsfläche weiter offen

DORTMUND Neue Runde in der Diskussion um die Pläne des Projektentwicklers ECE für das Thier-Gelände: Offenbar sieht der Konsultationskreis Einzelhandel noch Informationsbedarf und aktuell eine Größenordnung über 30.000 Quadratmetern Handelsfläche ohne weitere Auflagen kritisch.

von Von Oliver Volmerich

, 10.12.2007
Thier-Handelsfläche weiter offen

Die Größe der geplanten Einzelhandelsfläche auf dem Thier-Gelände sorgt für Diskussionen.

Das Wort des Konsultationskreises, in dem Vertreter von Stadt und Verbänden über die Verträglichkeit von Neubauvorhaben beraten, hat großes Gewicht. Für Politik und Verwaltung ist der Rat der Experten eine Richtschnur für Entscheidungen.

Ein von der Stadt eingefordertes Einzelhandelsgutachten hatte zuvor im Grundsatz die Verträglichkeit der ECE-Pläne für den City-Handel bescheinigt. Grundlage war dabei die von ECE angepeilte Größenordnung von 32.500 Quadratmetern Handelsfläche, die sich mit den ebenfalls übernommenen Flächen im Berlet-Haus auf 38 000 Quadratmeter summieren.

Am Montag tagte dazu der Konsultationskreis Einzelhandel. Über die Ergebnisse war offiziell nichts zu erfahren. Nach RN-Informationen läuft es allerdings darauf hinaus, dass man eine Größenordnung von über 30.000 Quadratmetern ohne zusätzliche Auflagen kritisch sieht. So will man nicht allein auf die Größenordnung, sondern auch auf die Qualität schauen – etwa die Auswahl der Sortimente und die Hochwertigkeit des Angebots. Die ECE-Projektentwickler müssten also noch Informationen nachliefern. Im Vorfeld hatte auch die Politik ähnliche Bedenken und Wünsche mit Blick auf die Handelsflächen angemeldet.

Um die Standards festzuklopfen, hatte die Verwaltung bereits den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags ins Gespräch gebracht, ähnlich wie es ihn zum Bahnhofsprojekt „3do“ gab (bzw. immer noch gibt). Darin waren nicht nur die Einzelhandelsflächen über dem Hauptbahnhof auf 36.000 Quadratmeter begrenzt, sondern auch Vorgaben für das Sortiment und die Ergänzung durch Unterhaltungsangebote gemacht worden. Formell gilt der Vertrag mit 36.000 Quadratmetern Handelsfläche trotz Scheiterns der 3do-Pläne noch immer – was die Unsicherheit mit Blick auf die Entwicklung auf dem Thier-Gelände verstärkt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt