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Überfall-Serie: Zehn Jahre Haft

21.12.2007

Gerade einmal 22 Jahre alt ist der Angeklagte, der gestern von der 36. Strafkammer des Landgerichts verurteilt wurde - zu zehn Jahren Haft. Sieben Tankstellen hatte der junge Mann aus Soest überfallen. Die erste in seiner Heimatstadt, dann fünf weitere in Dortmund - eine davon gleich zwei Mal. Seine Beute: rund 5000 und Zigaretten.

Alle Taten beging er im Mai, innerhalb von drei Wochen. Nach eigenen Aussagen hatte er Geldnot, weshalb er keinen anderen Ausweg sah. Und das, obwohl er hätte vorgewarnt sein müssen: Nur neun Monate vor der jetzigen Überfallserie hatte er eine knapp dreijährige Haftstrafe verbüßt - wegen einer Überfallserie auf Kioske. Nach seiner Haftentlassung habe er nicht wieder Fuß fassen können, so das Gericht. Im Januar versuchte er sogar, sich das Leben zu nehmen.

"Er hat bei den Tankstellen-Überfällen eine erschreckende Abgebrühtheit an den Tag gelegt", so der Vorsitzende Richter. Der Angeklagte sei bei den Taten maskiert gewesen und habe Angst und Schrecken ausgelöst. Denn bei den Raubzügen, bei denen er von Komplizen - darunter auch sein Bruder - begleitet wurde, hatte er eine Gaspistole dabei gehabt, mit der er mehrmals in die Luft schoss. "Das hatte eine beeindruckende Wirkung auf die Opfer." Eine der Kassiererinnen konnte nach dem Raubüberfall fünf Wochen lang kaum schlafen, so sehr hatte sie das Erlebte schockiert. Das Gericht hielt dem 22-Jährigen sein umfassendes Geständnis zugute. Negativ wertete die Kammer, dass der 22-Jährige bereits mehrfach vorbestraft ist. Die zunächst im Raum stehende Sicherungsverwahrung wurden nicht angeordnet. if

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