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Umsatz der Spielbank bricht weiter ein

Casino Hohensyburg

DORTMUND Wo ist nur der Glanz vergangener Tage geblieben? Das Casino Hohensyburg lockt immer weniger Spielernaturen an. Nur noch 391.169 Gäste besuchten im vergangenen Jahr den Glückstempel, 45.424 Zocker weniger als noch im Vorjahr.

von Von Achim Roggendorf

, 14.04.2010
Umsatz der Spielbank bricht weiter ein

Der Eingangsbereich zur Spielbank Hohensyburg.

Und die, die kamen, scheuten das Risiko. Der Bruttospielbetrag, das Geld, das nach der Gewinnausschüttung der Spielbank bleibt, sank 2009 erneut – auf 33,6 Millionen Euro. 2003 waren es noch 80,64 Millionen Euro. „Die Zahlen sind ernüchternd“, räumt Horst Jann vom Casino-Betreiber, der Westspiel Gruppe, ein. Dortmund ist mittlerweile nur noch Umsatzbringer Nummer zwei, hinter Duisburg (46,4 Millionen Euro).

Dass die Menschen, wie immer angenommen, in der Krise vermehrt in die Spielbanken strömen, kann Jann nicht bestätigen. „Prinzipiell geben die Menschen in schlechten Zeiten einfach weniger Geld für Freizeitvergnügen aus.“ Die Auswirkungen der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen (Glücksspielstaatsvertrag, Nichtraucherschutz) hätten die Krise noch verstärkt. Immerhin ist der Weg frei für einen Neuanfang am Casino Hohensyburg. Der monatelange Streit mit den Mitarbeitern (wir berichteten) ist beigelegt. Dabei ging es um den Abbau von 46 Arbeitsplätzen. Mithilfe eines Freiwilligenprogramms konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Die Mitarbeiter, die jetzt aus freien Stücken aus dem Unternehmen ausscheiden, erhalten eine deutlich höhere Abfindung. Zudem hilft ihnen bei der Suche nach einem neuen Job ein „externer Dienstleister“. 

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