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Umsatzeinbruch bei Pro DV

DORTMUND Die Softwareschmiede Pro DV muss im ersten Halbjahr 2007 einen massiven Umsatzeinbruch verkraften. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging der Umsatz fast um die Hälfte zurück.

von Von Bettina Kiwitt

, 08.08.2007
Umsatzeinbruch bei Pro DV

Vorstandssprecher Klaus Bullmann.

Die nackten Zahlen: Nach den vorläufigen Berechnungen lagen die Erlöse im ersten Halbjahr 2007 bei 4,5 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es noch 8,5 Mio. Euro. „Das hatten wir auch so nicht erwartet“, räumt Vorstandschef Klaus Bullmann  ein. Aufgrund von Verzögerungen beim Auftragseingang hätten Lizenzerlöse nicht im erwarteten Umfang erreicht bzw. Projekte noch nicht begonnen werden können.

Mit Folgeaufträgen gerechnet

„Wir treten auf der Stelle“, so Bullmann weiter. Er könne die Auftragszusagen der Kunden für die Zukunft, zum großen Teil öffentliche Verwaltungen, „nur für bare Münze nehmen“. „Aber Sie können die Entscheidungsträger nicht nötigen.“ Nach einem Großauftrag des Bundes für eine Katastrophenschutz-Software hatte das Unternehmen im Technologiepark mit 180 Mitarbeitern – davon 135 in Dortmund – mit vielen Folgeaufträgen gerechnet. Weiterhin erhöhten sich im ersten Halbjahr die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 1,2 Mio. Euro. Zusätzlich belasteten einmalige Umstrukturierungsaufwendungen das Ergebnis. Darüber hinaus führte die Korrektur der Firmenwertansätze zu einer einmaligen, nicht liquiditätswirksamen Ergebnisbelastung von 1,8 Mio. Euro. Das Ergebnis (EBIT) belief sich somit insgesamt auf einen Verlust von 5,2 Mio. Euro, im erstem Halbjahr 2006 lag es mit 28000 Euro im Plus. Bullmann betont, „dass wir ehrlich mit unserer Bilanz umgehen.“ Es seien dort keine Risikopositionen versteckt.

Bullmann rechnet mit deutlicher Verbesserung

Das börsennotierte Unternehmen will künftig mehr sparen, 1,6 Mio. Euro im Jahr. Da solle aber nicht beim Personal angesetzt werden, – „das Thema ist abgeschlossen“ – sondern bei den Sachkosten. Außerdem würden Vertriebsaktivitäten dort zurückgenommen, wo sich der Markt schwer tue. Im zweiten Halbjahr rechnet Bullmann mit „einer deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses“.

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