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Verdacht auf sexuelle Belästigung im OB-Amt

DORTMUND Das Oberbürgermeisteramt kommt nicht zur Ruhe. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz heißt das Thema, das im Rathaus die Runde macht. Wie Personaldezernentin Dr. Christiane Uthemann gestern auf Anfrage bestätigte, ist am Montag ein Beamter wegen „pflichtwidrigen Verhaltens“ vorübergehend vom Dienst frei gestellt worden.

von Von Steffi Tenhaven

, 11.10.2007

 Dem Vernehmen nach wird dem 47-jährigen Mitarbeiter sexuelle Belästigung von mehreren Auszubildenden am Arbeitsplatz vorgeworfen. Der Betroffene selbst wollte den Vorgang gestern auf Nachfrage nicht kommentieren. „Das Personalamt ermittelt, die Befragung aller Beteiligten wird voraussichtlich Montag abgeschlossen sein“, sagt Christiane Uthemann, „Wir nehmen die Vorwürfe ernst und gucken genau hin.“

„Vier Kolleginnen haben sich bereits zur Sache geäußert“, weiß Personalratsvorsitzender Pit Meyer, und auch, dass das Personalamt im Zuge der Ermittlungen „den PC des Kollegen beschlagnahmt hat.“ Die Nachricht vom Vorgang im OB-Amt habe ihn völlig überrascht. „Normalerweise sind wir die ersten, die von solchen Sachen hören. Bislang hat sich keiner der Beteiligten an uns gewandt.“

Auch bei der Gleichstellungsbeauftragten schrillen beim Thema sexuelle Belästigung die Alarmglocken. „Dieses Thema wird bei uns nicht unter den Teppich gekehrt, sondern genau verfolgt“, versichert Brigitte Wolfs (Foto). Schon Anfang der 90er Jahre habe die Stadt an einer Studie der Sozialforschungsstelle teilgenommen, bei der Frauen sexuelle Belästigung beschreiben sollten. „Es muss nicht der Kniff in den Po sein“, weiß Wolfs, „auch anzügliche Witze oder mit Blicken ausgezogen zu werden, gehört dazu.“ Jeder Fachbereich, so Wolfs, verfüge über Ansprechpartner für solche Vorfälle. 

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