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Verurteilt - Mann täuschte Tod der eigenen Mutter vor

Amtsgericht

DORTMUND Dreister Betrüger: Am Mittwoch (28.4.) ist ein 26-jähriger Mann verurteilt worden. Nach etlichen Betrügereien, war er sich am Ende nichtmal zu schade, den Tod seiner eigenen Mutter vorzutäuschen.

von Von Jörn Hartwich

, 28.04.2010

Die Strafe: zweieinhalb Jahre Gefängnis. Der Angeklagte hatte bei einer Dortmunder Baufirma angeheuert. Erst war er in der LKW-Waschanlage beschäftigt, dann stieg er zum Fliesenleger auf. Und er kam gut an – bei den Chefs und bei den Kollegen. „Er war ein ganz Lieber“, erinnerte sich einer der Angestellten im Prozess. „Immer nett, höflich und zuvorkommend.“ Kein Wunder also, dass man ihm vertraute. Doch genau das hat der 26-Jährige schamlos ausgenutzt.

Mit immer neuen Geschichten lieh er sich immer mehr Geld. Mal war sein Vater angeblich in einen Auto-Unfall verwickelt, mal erfand er Geldbußen, die er dringend begleichen müsse. Außerdem bestellte er im Namen seiner Firma Werkzeuge und Baumaterialien, die er später auf dem Schwarzmarkt verkaufte. Der Höhepunkt war allerdings, als er im Sommer 2009 auch noch seine eigene Mutter sterben ließ und einen Kollegen um 500 Euro für einen Grabstein bat – und auch bekam. Vor Gericht hatte der junge Dortmunder für sein Verhalten nur drei Worte übrig: „Ich schäme mich.“ Die Betrügereien schob er auf einen Drogenrückfall.

Angeblich nahm er Heroin, um die Angst vor dem erneuten Ausbruch einer Krebserkrankung zu betäuben. Dem angeblichen Drogenhintergrund stand das Gericht allerdings skeptisch gegenüber. Im Urteil hieß es wörtlich: „Die wesentliche Ursache ist Ihre Neigung zu Betrügereien.“