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Vitamin-Pillen gehören nicht in die Schule

DORTMUND Die Verbaucherzentrale warnt vor dem gedankenlosen Konsum von Vitaminpräparaten. Tilman Abegg sprach mit der Ernährungswissenschaftlerin Angela Clausen, bei der VZ zuständig für Lebensmittel und Gesundheitsmarkt.

von Von Tilman Abegg

, 02.08.2007

Frau Clausen, was ist der Grund für Ihre Kampagne? Clausen: Der Konsum von Vitaminprodukten steigt alarmierend. Laut der kürzlich veröffentlichten KIGGS-Studie nehmen bereits 21,8 Prozent der Jungen und 18,9 Prozent der Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren Multivitaminpräparate. Dabei sind die anderen Präparate noch gar nicht berücksichtigt. Je älter die Kinder sind, desto mehr nehmen diese Stoffe. Dabei werden schon die normalen Lebensmittel immer mehr mit Zusatzstoffen angereichert. Vitaminpräparate sind absolut unnötig und gehören nicht in die Schultüte

Worin bestehen die Gefahren? Clausen: Diese Produkte werden als Problemlöser, Gesundheits- und Leistungsförderer beworben. Das Gegenteil ist aber der Fall. Eine positive Wirkung gibt es nicht, dafür aber Risiken: Ein Kind, das regelmäßig Tabletten in dem Glauben nimmt, damit bessere Leistungen zu bringen, verliert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Außerdem ist das der erste Schritt hin zu einer Doping-Mentalität, vielleicht sogar zur Drogensucht.

Was empfehlen Sie stattdessen? Clausen: Leckeres buntes Essen: Getreideprodukte, Vollkornbrot, Kartoffeln Gemüse, Obst und fettarme Milchprodukte. Fleisch, Fisch und Eier sollten eher als Beilagen dienen. Außerdem natürlich ausreichend Flüssigkeit, Sport und Bewegung, genug Schlaf.

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