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Völlig normale Ferien auf dem Bauernhof

18.10.2007

Deusen Normal war bei dem Theaterstück "Urlaub auf dem Bauernhof" der Theatergruppe des Fördervereins Deusen mit dem passenden Namen "Was ist schon normal" nicht viel. Da mussten verwöhnte Stadtmenschen mit Plumpsklos vorlieb nehmen, ein Liebestrank geriet in die falschen Finger und Dorflümmel waren plötzlich artige junge Männer.

Das Publikum war begeistert, bereits nach der ersten Szene und dem Auftritt des kauzigen, aber liebenswerten Opa Oscar (gespielt von Klara Meschke), hatte die Gruppe die Lacher auf ihrer Seite. "Ich hätte nie gedacht, dass Ulla so gut spielen kann, einfach toll sie auf der Bühne zu sehen", sagt eine Zuschauerin über die Landstreicherin Trude (gespielt von Ulla Quick).

Lieblinge

Jeder Zuschauer hatte wohl seinen ganz eigenen Liebling, denn dies war besonders reizvoll: Menschen, die man sonst als Nachbarn kennt, in einer außergewöhnlichen Rolle spielen zu sehen. "Der Name unserer Theatergruppe passt wie die Faust aufs Auge. Männer werden von Frauen gespielt, Jung von Alt und umgekehrt, bei uns ist alles möglich und nichts normal", erklärt die Regisseurin Rita Greb-Sorge den Namen der Gruppe. Die Grundschullehrerin hatte vor zwei Jahren die Idee zu einer Theatergruppe für Erwachsene und fand schnell spielbegeisterte Mitglieder.

"Dem Himmel sei Dank" war das erste, sehr erfolgreiche Theaterstück der Gruppe. Seitdem sind zwei neue Mitglieder hinzugekommen, eine Menge Proben, viel Texte lernen, Lampenfieber, aber vor allem Spaß bei den Treffen. "Auch wenn nichts normal bei uns ist, der Spaß während der Proben und der Zusammenhalt der Gruppe ist normal", sagt Heike Banaszynski, die den Knecht Martin spielt.

Die Mitglieder haben teilweise schon Bühnenerfahrung, das Lampenfieber bleibt trotzdem. Besonders bei Matthias Rottmann alias Bobby der Punker, der zum ersten Mal auf der Bühne spielt und dessen Herz kurz vor Beginn bis zum Hals klopft. "Wenn nur das Lampenfieber nicht wäre", sagt er und zieht an seiner Zigarette, wohl die dritte in der letzten Viertelstunde. Schlussendlich ist trotz Nervosität alles gut gegangen: Das Publikum war begeistert und kam aus dem Lachen selten heraus und die Schauspieler vergaßen ihren Text nicht. Karina Wolfsdorff

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