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Volle City und Gedränge unterm Weihnachtsbaum

DORTMUND Wie schön, dass es eine Sprache gibt, die alle verstehen. Das staunende „Oh“ und „Ah“, wenn Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft zum ersten Mal den Dortmunder Weihnachtsbaum erblicken. Fast zeitgleich klicken die Handy- und Digitalkameras. Ist der Engel auch drauf? Gut, dann noch ein Foto mit Glühwein. Verschnaufen. An diesem dritten Adventsamstag strömten die Besucher wieder zu Tausenden in die City.

von Von Nicole Stania

, 16.12.2007
Volle City und Gedränge unterm Weihnachtsbaum

Diese vorweihnachtlichen Citybummler hatten trotz des Gedränges auf dem Westenhellweg offensichtlich ihren Spaß.

Am Mittag waren die Parkhäuser voll und auf dem Westenhellweg ging es nur dicht an dicht und in kleinen Schritten voran.  Ebenso auf dem Weihnachtsmarkt. Besonders die Glühweinstandbesitzer durften sich die Hände reiben; denn es gab jede Menge für die frierenden Besucher zu tun. Mit roten Nasen und Mützen standen die Leute dicht gedrängt vom Hansaplatz bis zur Kleppingstraße.

Hans Rosenaar aus Amsterdam mag diese „deutsche Gemütlichkeit“. Der 42-Jährige freut sich, schon zum zweiten Mal den Weihnachtsmarkt miterleben zu dürfen. „Ich besuche Freunde hier und kaufe meiner Mutter einen leckeren Honigwein.“ Er hat festgestellt, dass viele seiner Landsleute ebenfalls hier sind. Auch Kaufhof-Geschäftsführerin Monika Block verzeichnete zahlreiche Kunden aus dem Nachbarland. „Wir können auch schon ein paar holländische Wörter, und die Leute freuen sich.“ Ob es auch die Niederländer waren, die dazu beigetragen haben, dass fast doppelt so viel Nachtwäsche wie im Vorjahr verkauft wurde, bleibt ein Geheimnis. Aber klar ist, mit dem Umsatz kann Block nach zögerlichem Vormittag dennoch zufrieden sein.

Der neue Engel kommt gut an

Zufrieden sind auch der gehörlose Peter Wahl (51) und seine fünf Freunde aus Siegen am Glühweinstand. Zwar ist es nicht ganz so leicht, seinen Glühwein zu bestellen, aber das Tresenteam versteht nicht nur einige Fremdsprachen, sondern auch einfache Gebärden. Der gebürtige Dortmunder Wahl kommt immer wieder gerne hierher. Auch die anderen zeigen sich sehr angetan vom Weihnachtsmarkt, besonders der neue Engel kommt an. „Der erinnert an eine schöne Frau“, gibt einer schmunzelnd zum Besten.

So steckt also in dem ein oder anderen „Oh“ und „Ah“ vielleicht doch mehr, als man zunächst ahnt.

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