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Vor Polizei auf Schornstein geflüchtet

17.12.2007

Vor Polizei auf Schornstein geflüchtet

"Nicht jeder Mann, der auf einem Schornstein sitzt, ist ein Schornsteinfeger." Diese Zweifel hegte laut Polizei am Sonntag ein Anwohner der Bornstraße, als er gegen 10.45 Uhr einen Mann auf dem Dach eines Hauses sitzen, herumlaufen und wieder in das Haus steigen sah - sicherheitshalber wählte er den Notruf.

An der betroffenen Wohnung in der Straße Johannisborn schellten wenig später die Beamten - doch niemand öffnete. Polizeisprecherin Saskia Schneider (Foto): "Die Kollegen vermuteten suizidale Absichten und öffneten mit Hilfe der Feuerwehr die Wohnungstür." Doch zunächst fehlte von dem Dachläufer jede Spur - bis die Polizisten den 42-Jährigen unter einem Bett fanden. "Um nicht entdeckt zu werden, hatte sich dieser zusätzlich mit Müll zugedeckt." Die seltsame Erklärung des Mieters: Er habe sich mit seiner Freundin gestritten. Die Beamten wurden misstrauisch - zumal ihnen der Verdächtige zunächst falsche Personalien nannte. Und auf dem Wohnzimmertisch die Visitenkarte eines Polizeibeamten fanden. Kurzerhand wählten sie die Nummer.

Der Kollege brachte Licht ins Dunkel. Er hatte einen Haftbefehl vollstrecken wollen, aber nur die Freundin des Gesuchten angetroffen. Schließlich gestand der 42-Jährige, vor dem Kollegen aufs Dach geflüchtet zu sein. Jetzt sitzt er im Gefängnis - wegen eines Drogendelikts war er zu 522 Tagen Haft verurteilt worden. weg

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