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Was Gott vom Igel gelernt hat...

05.10.2007

Als Gott nicht wusste, wie er Berge erschaffen sollte, ließ er den Igel fragen. Der war verwundert: "Erst hat er mich so klein gemacht und jetzt will er wissen, woraus man Berge macht?" Der Igel kratzte Erde zusammen und baute Hügel. Gott tat es ihm nach und formte Gebirge ...

So überliefert ein Volksmärchen aus den Karpaten die Geschichte vom Anfang der Welt. Und Angela Amecke wird diesen Schöpfungsmythos bei der "Weltreise" des Kinder- und Jugendtheaters erzählen. Künstler aus acht Nationen hat Andreas Gruhn vom KJT für das Projekt gewonnen. Sänger, Tänzer, Schauspieler.

Jeder illustriert, wie man sich in seiner Heimat den Anbeginn der Welt vorstellt. "Manche gehen erzählerisch an das Thema, andere arbeiten assoziativ", sagt Gruhn. Acht Stationen bauen die Künstler mit dem KJT-Team im "mondo mio" im Westfalenpark auf. Schauspieler werden die Besucher von Land zu Land schleusen und die Schöpfungsgeschichte der Bibel erzählen. "Wir wollen Berührungspunkte der Kulturen aufzeigen", so Gruhn, der mit dem Theater-Experiment gerade Migrantenkinder ansprechen will.

Wie stellt man sich in Nigeria die Erschaffung der Welt vor? Jubril Sulaimon ist ein quirliger Erzähler: "Unser Gott Obatala ist ein großer Trinker. Als er die Menschen machte, war er total beschwipst." Was ihm nicht gefiel, habe Obatala weggeschmissen. Die Menschen mochte er. Bei den Caiapó-Indianern Brasiliens war es ein Gürteltier, das den Weg in eine Welt voll Licht und Farbe öffnete. Folglich hat Jane Thomé ein Gürteltier aus Leder dabei, mit dem sie den Indio-Mythos bebildert. kai

Premiere am 12.10. im "mondo mio" im Westfalenpark.

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