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Fünf Jahre Haft für 15-fachen Mordversuch

Brandstifter aus Dortmund-Marten verurteilt

Der Brandstifter von der Schulte-Heuthaus-Straße in Dortmund-Marten ist am Donnerstag wegen 15-fachen Mordversuchs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte im September 2017 absichtlich ein Feuer in seiner Wohnung gelegt.

Dortmund

, 12.04.2018
Fünf Jahre Haft für 15-fachen Mordversuch

ARCHIV - ILLUSTRATION - Paragrafen-Symbole sind am 03.09.2010 an Türgriffen am Eingang zum Landgericht in Bonn (Nordrhein-Westfalen) angebracht. Das Bonner Landgericht muss den Prozess um einen «Mord ohne Leiche» neu aufrollen. Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung des Ehemanns einer vor dreieinhalb Jahren spurlos verschwundenen Verkäuferin wegen Totschlags aufgehoben. Das Bonner Gericht hatte den Mann im Juli 2014 zu elf Jahren Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof kritisierte Rechtsfehler in der Beweiswürdigung der Bonner Richter, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorgeht.   Foto: Oliver Berg/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit © dpa

Der Brandstifter von der Schulte-Heuthaus-Straße ist am Donnerstag vom Dortmunder Schwurgericht zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter bestraften den 51-jährigen Mann wegen 15-fachen Mordversuchs und besonders schwerer Brandstiftung.

Der Angeklagte hatte im Prozess nach anfänglichem Zögern eingeräumt, das Feuer in seiner Wohnung in Marten im September 2017 absichtlich gelegt zu haben. Er habe sich zur damaligen Zeit in einer schweren depressiven Phase befunden, hieß es. Er sei zwei Monatsmieten im Rückstand gewesen und habe jederzeit mit der Räumungsklage von seinem Vermieter gerechnet.

15 Hausbewohner blieben unverletzt

Weil er offenbar gänzlich mit seinem Leben abgeschlossen hatte, kaufte der 51-Jährige Benzin, verschüttete es an mehreren Stellen in der Wohnung und setzte es in Brand. Es gab einen lauten Knall, der Angeklagte erlitt selbst schwerste Verbrennungen – doch zum Glück blieben wenigstens die übrigen 15 Hausbewohner unverletzt.

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Die Richter attestierten dem Angeklagten wegen seiner schweren psychischen Probleme eine verminderte Schuldfähigkeit. Sie gehen aber trotzdem davon aus, dass der 51-Jährige registriert hat, dass sich zum Zeitpunkt der Brandstiftung noch weitere Bewohner in dem Haus aufhielten – und dass deren Schicksal ihm in diesem Moment einfach egal war.