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279 Autobesitzer haben beim Kennzeichen Mut zu DO-OF

Dortmunder und ihre Kennzeichen-Kombinationen

Es kann nur einen geben mit dem Nummernschild B-VB 1909, und der ist Burkhard Fuhrmann. Wer mit DO fährt, lässt sich anderes einfallen. Auch jenseits vom Fußball finden sich originelle Kennzeichen-Kombinationen.

Dortmund

, 15.04.2018
279 Autobesitzer haben beim Kennzeichen Mut zu DO-OF

Über Dortmunds Straßen, hier die B1, rollen viele Autos mit originellen Kennzeichen. Die hier abgebildeten, willkürlich generierten Kennzeichen wurden über die Internetseite Kennzeichengenerator. © Menne/Montage Sauerland

Für HA-SE und EN-TE wohnen Dortmunder in der falschen Stadt. Für SO-S ebenfalls, und auch ein WIT-Z oder BO-ND auf vier Rädern ist den Nachbarn im Revier vorbehalten. Im Land sollen 80 Prozent der Kfz-Halter mit ihrem Wunschkennzeichen unterwegs sein. So viele sind es in Dortmund nicht.

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Von insgesamt 65.299 Fahrzeuganmeldungen im letzten Jahr gab die Stadt 31.788 Wunschkennzeichen aus, also für nicht einmal die Hälfte der Anmeldungen. Stadtsprecherin Heike Thelen hörte sich auf Anfrage dieser Zeitung um bei den Bürgerdiensten.

Die meisten Wünsche beziehen sich nicht auf möglichst originelle DO-Kombinationen, sondern auf die eigenen Initialen und das Geburtstagsdatum. Oder das des Kindes, der Frau, des Mannes, das Hochzeitsdatum, die Anfangsbuchstaben der Vornamen des Paares, des Nachwuchses und so weiter und so fort. Nur Angaben darüber, wie hoch der Anteil der eigenen Initialen auf den Kennzeichen ist, können die Bürgerdienste nicht machen. Das wird nicht ausgewertet.

DO-SE rollt häufig durch die Stadt

Wer mit dem DO spielen will, wählt am liebsten die Buchstaben-Kombi DO-S (2725 mal vergeben) und DO-M (2345 mal) für seinen fahrbaren Untersatz. Aber es gibt auch 279 Kfz-Halter mit Mut zur Selbstironie. Sie fahren DO-OF durch die Gegend.

Wem das zu persönlich wird, wählt als Ortsangabe DO-RT (528 Halter taten dies) oder weicht ins Englische aus mit DO-IT (in Deutsch: Tu es, oder auch Dortmunder IT, also Informationstechnik/1595 mal vergeben) und DO-PE, das englische Wort für Drogen, 539 mal zu lesen an Autos und Co.. Auch die DO-SE rollt häufig durch die Stadt, genau 892 mal. Und dann wären da noch DO-CH (1082 mal vergeben) und DO-LL (1011 mal).

Geht nun alles in Sachen Buchstaben-Kombinationen, was Haltern in den Kopf kommt? Keinesfalls. Heike Thelen sagt, tabu seien die Kombinationen HJ, KZ, NS, SA und SS, da sie an nationalsozialistische Einrichtungen erinnern. Zu diesen Buchstaben-Verboten für Kennzeichen liegt ein Runderlass des Ministers für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr aus dem Jahr 1985 vor.

2,60 Euro für die Reservierung

Die Zulassungsstelle bei der Stadt verdient nicht schlecht mit den persönlichen Wünschen fürs Nummernschild. 10,20 Euro kostet jede Zuteilung, und wer das Kennzeichen im Vorfeld reservieren lassen will, darf zusätzlich 2,60 Euro bezahlen.

Für sein B-VB 1909 war dem Dortmunder Burkhard Fuhrmann übrigens kein Umstand zu groß. Der Unternehmer hat auch eine Niederlassung in Berlin. Er meldete über diese ein Auto an und musste sich dann fast zwei Jahre lang in Geduld üben, bis das Kennzeichen endlich für ihn frei wurde.

Fast 350.000 Fahrzeuge in der Stadt Aktuell sind in Dortmund 346.211 Fahrzeuge zugelassen (Stand 1. März 2018). Davon sind 280.082 PKW. Den zweitgrößten Bestand machen mit 22.769 Zulassungen Krafträder, Kraftroller und Motorfahrräder aus. An Lastwagen sind 15.077 in Dortmund gemeldet. Von den insgesamt 346.211 Fahrzeugen sind 79.267 Dieselfahrzeuge. Nur 22.469 haben die Euro-6-Norm.
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