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Stadt Dortmund sieht Privatisierung von Westspiel kritisch

Sorgen um die Spielbank Hohensyburg

Die von der Landesregierung geplante Privatisierung der NRW-Spielbanken bereitet nicht nur den Mitarbeitern des Casinos Hohensyburg Sorgen, sondern auch der Stadt Dortmund – aus einer ganzen Reihe von Gründen.

Dortmund

, 16.05.2018
Stadt Dortmund sieht Privatisierung von Westspiel kritisch

Das Casino Hohensyburg soll gemeinsam mit den anderen NRW-Spielbanken nach den Plänen der NRW-Landesregierung privatisiert werden. © Dieter Menne

Am vergangenen Dienstag hat das Landeskabinett beschlossen, die Privatisierung der Westspiel-Gruppe als Betreiberin der NRW-Spielbanken über eine europaweite Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Eine Nachricht, über die man in der Stadtspitze „nicht besonders froh ist“, wie Oberbürgermeister Ullrich Sierau nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands am Dienstag erklärte.

„Wir sehen das mit sehr sehr großer Skepsis“, sagte Sierau. Denn es seien Auswirkungen zu befürchten, „die uns nicht gefallen können.“ Dazu gehört die Frage, was aus dem städtischen Anteil an der Spielbank-Abgabe wird, die zuletzt jährlich 2,8 Millionen Euro in die Stadtkasse brachte – als Kompensation für die Gewerbe- und Vergnügungssteuer. Zu befürchten sei aber auch eine „Ausdünnung des Personals“ mit dem entsprechenden Verlust von Arbeitsplätzen oder sogar die Schließung von Standorten.

Sinkende Besucherzahlen

Gerade die Spielbank Hohensyburg könnte da angesichts gesunkener Besucher- und Umsatzzahlen auf der Kippe stehen. Dabei führt Sierau die negative Entwicklung in den letzten Jahren vor allem auf die Geschäftspolitik von Westspiel zurück. „Das Spielcasino Hohensyburg ist da ganz gezielt zurückgesetzt worden gegenüber anderen Standorten“, kritisiert der OB.

Wenn der Betrieb auf dem Burgberg auf ein reines Automatenspiel reduziert werde, stelle sich zudem die Frage nach dem Umgang mit dem Thema Spielsucht, merkt Sierau an.

Die Stadt will nun möglichst in Allianz mit den anderen Spielbank-Standorten in NRW das Gespräch mit der Landesregierung suchen. Das wäre ganz im Sinne der Beschäftigten, die auf politische Unterstützung für ihre Anliegen hoffen. Nach der Entscheidung des Landeskabinetts zur Privatisierung sei die Verunsicherung in der Belegschaft noch größer geworden, heißt es aus dem Betriebsrat. Dort wartet man auf Antworten zu den zahlreichen Fragen, die man an die Politik gerichtet hat. Dazu gehört an erster Stelle die Zukunft der Arbeitsplätze.