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Innogy-Betriebsrat fordert verbindliche Regelungen

Anhaltende Unsicherheit bei Innogy in Dortmund

Die überraschende Fusion der RWE-Tochter Innogy mit dem Energiekonzern Eon und der angekündigte Abbau von 5000 Arbeitsplätzen sorgen für anhaltende Unsicherheit bei den 1300 Innogy-Beschäftigten in Dortmund.

Dortmund

, 16.05.2018
Innogy-Betriebsrat fordert verbindliche Regelungen

Machen sich Sorgen um den Dortmunder Innogy-Standort: die Dortmunder Innogy-Betriebsräte Frank Wegling (r., Vorsitzender) und Marcus Rother. © Foto Gaby Kolle

Die am vergangenen Freitag geschlossene Grundsatzvereinbarung mit Eon und den Gewerkschaften sei zwar „ein guter Anfang“, erklärte am Dienstag Frank Wegling, Betriebsratsvorsitzender von Innogy Dortmund, doch es handle sich dabei lediglich um „ein politisches Papier, eine Absichtserklärung ohne verbindliche, vertragliche Sicherheit.“

Dem Betriebsrat gehe es um die Sicherung des Dortmunder Standortes, der Arbeitsplätze sowie der tariflichen und betrieblichen Regelungen, sagten Wegling und Betriebsratsmitglied Marcus Rother.

Sorge wegen mögliche Standortschließungen

In der „Tarifpolitischen Grundsatzerklärung“ schließen die Beteiligten zwar „betriebsbedingte Beendigungskündigungen praktisch aus“, doch in dem Papier ist auch von „möglichen Standortschließungen oder -verlagerungen“ die Rede. Wegling: „Da haben wir große Sorge.“

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Unter den 1300 Innogy-Mitarbeitern in Dortmund seien 500 Vertriebsmitarbeiter. Eon aber habe seinen Vertrieb in München und sei in diesem Bereich zentral aufgestellt, erläutert Wegling.

Querschnittsfunktionen ein sensibler Bereich

Mindestens ebenso große Sorgen macht sich der Betriebsrat um den besonders sensiblen Bereich der sogenannten Querschnittsfunktionen, in denen 400 Mitarbeiter in Dortmund tätig sind. Der Betriebsratsvorsitzende: „In Dortmund und Essen sitzen die meisten Mitarbeiter mit Querschnittsfunktionen von Eon und Innogy.“ Ein mögliches Einsparpotenzial.

Der Betriebsrat fordert möglichst schnell verbindliche Regelungen; denn erste, extern eingestellte Mitarbeiter orientierten sich bereits um. Und ohne dieses auf dem Markt gefragte, qualifizierte Personal sei es fraglich, ob man die wirtschaftlichen Ziele in den Wachstumsfeldern E-Mobilität und Erneuerbare Energien erreichen könne, so Wegling.

Bei der Vereinbarung eines neuen einheitlichen Tarifvertrags hofft der Dortmunder Innogy-Betriebsrat darauf, „dass sich dort das Beste aus beiden Unternehmenswelten wiederfinden wird.“

Für die Neuordnung ihres Energiegeschäfts wollen Eon und RWE das bisherige Ökostrom- und Netz-Unternehmen Innogy zerschlagen. Innogy soll Mitte 2019 aufgelöst werden. Von den 1300 Innogy-Beschäftigten arbeiten rund 700 im RWE-Tower am Freistuhl, 400 am Flamingoweg am Westfalenpark sowie 200 im Umland von Dortmund wie Hagen, Arnsberg, Winterberg und Bergkamen.Für die Neuordnung ihres Energiegeschäfts wollen Eon und RWE das bisherige Ökostrom- und Netz-Unternehmen Innogy zerschlagen.