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Weiße Eier sind kaum noch zu ergattern

Oster-Fest

DORTMUND Wer kurz vor dem Fest auf dem Wochenmarkt zu Rosemarie Brandt am Stand der Imkerei Schmidt kam, der hatte die volle Auswahl – zwischen braunen, bunten und weißen Eiern. Dermaßen aus dem Vollen schöpfen können Kunden längst nicht überall.

von Von Katharina Pfeifle

, 02.04.2010
Weiße Eier sind kaum noch zu ergattern

Rosemarie Brandt am Stand der Imkerei Schmidt.

Weiße Eier sind ein knappes Gut und nicht jeder, der zurzeit die Läden nach ihnen durchforstet, wird fündig. Auch unser kurzer Rundgang durch die Supermärkte in der Innenstadt offenbarte den Mangel an weißen Eiern. Ihr Vorteil für den Oster-Mal-Spaß: Die Farbe haftet besser an ihnen und sie wirkt klarer. „Das ganze Jahr über wird nur nach braunen Eiern gefragt – und zu Ostern sollen sie dann plötzlich weiß sein“, lacht Elisabeth Lülf, Betriebsleiterin für Landwirtschaft am Schultenhof. 

Denn grundsätzlich stehen bei den deutschen Verbrauchern braune Eier hoch im Kurs – und darauf haben sich die Lebensmittelhändler eingestellt. Die dunkleren Exemplare wirken gesünder, ein bisschen mehr bio. Dabei bestimmt die Hühnerrasse die Farbe des Eis und nicht die Haltung.

Auch bei der Supermarktkette REWE sind die weißen Eier rar. „Zum einen gehen viele der weißen Eier direkt in die industrielle Färbung und landen bunt im Laden“, erklärt Sprecher Thomas Middendorf. Zum anderen laufe die gesetzliche Umstellung von der Käfighaltung auf die Bodenhaltung noch nicht für alle Betriebe reibungslos.

Nicht jedes Huhn, das weiße Eier legt, sei für die Bodenhaltung geeignet. Das Eier-Sortiment von Rosemarie Brandt besteht übrigens normalerweise aus einem kleinen Korb mit (braunen) Eiern von freilaufenden Hühnern. Extra für das Fest hat sie ein paar Paletten angekauft. „Ist doch schließlich Ostern!“, sagt sie.