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Weiter Blick ins Land

21.08.2007

Groppenbruch Mit großer Rücksicht auf die zum Teil schutzbedürftige Tier- und Pflanzenwelt soll die Halde Groppenbruch rekultiviert werden. Gleichzeitig soll das Gelände der Bevölkerung für diverse Freizeitaktivitäten zugänglich bleiben.

Das geht aus den Plänen hervor, die Heinz-Jürgen Karsch als beauftragter Landschaftsarchitekt jetzt der Bezirksvertretung Mengede vorstellte.

Neuer Radwege

Ein Fuß-/Radweg soll rund um den gesamten Haldenfuß führen. Zum Teil werden dafür bestehende, im Moment nur geschotterte Wege, ausgebaut, zum Teil aber auch neu gebaut werden. So soll am nördlichen Haldenfuß der parallel zur Königsheide laufende ehemalige Betriebsweg zu einem Radweg ausgebaut werden und bis zum Brockenscheidter Weg fortgeführt werden. Hier ist bisher nur eine Grastrasse (Foto 1) zu sehen. Das Unterholz zur Königsheide soll ausgelichtet werden: "Damit entsteht eine Sichtbeziehung zur Straße, dadurch fühlt man sich sicherer", erläuterte Heinz-Jürgen Karsch. Die Fortführung des Radwegs in Richtung Brambauer stieß bei den Bezirksvertretern auf Zustimmung, doch es blieben Wünsche offen. "Der Lückenschluss nach Lünen passiert nicht", bedauerte Rita-Maria Schwalgin für Bündnis 90/Die Grünen. Und CDU-Sprecher Herbert Paschke ergänzte: "Nach meiner Erinnerung sollte der Bergbau den Weg bis Lünen fortführen."

Querungsweg

Es soll auch die Möglichkeit eröffnet werden, die Halde zu queren. "Das wird barrierefrei geschehen mit einer Steigung von maximal sechs Prozent", erläuterte Karsch weiter. Außerdem soll auf dem Haldenkopf ein Aussichtspunkt entstehen, von dem aus man einen "Blick bis Lünen" (Karsch) genießen kann.

Vier Tümpel (Foto 2), die sich im Laufe der Zeit gebildet haben und heute Lebensraum für Amphibien wie die bedrohte Kreuzkröte sind, wurden in Absprache mit ehrenamtlichen Naturschützern in die Planung einbezogen. Sie werden ebenso wenig zugeschüttet wie die aufgelassene Hof- und Ackerfläche am östlichen Rand der Halde. Insgesamt werden 820 000 Kubikmeter Erde aufgeschüttet, vermutlich Aushub vom Regenrückhaltebecken in Mengede. Sicher ist das noch nicht. "Die Emschergenossenschaft schreibt den Aushub aus, und wir bewerben uns darauf. Das sehen die Vergaberichtlinien so vor", beschrieb Thomas Hofmann von der Montan-Grundstücks-Gesellschaft (MGG) das Prozedere. Und weil da noch keine Entscheidung gefällt ist, konnten auch die Nachfragen nach Transportwegen und Intensität des Lastwagenverkehrs nicht beantwortet werden.

Irene Steiner

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