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Weiter aktiv gegen B1-Verkehr

DORTMUND Mit einer Zwangsgeld-Forderung von am Ende bis zu 500.000 Euro will die B1-Initiative den Druck auf Rat und Verwaltung erhöhen, ein Fahrverbot für den LKW-Transitverkehr auf der B1 zu erlassen.

von Von Heike Thelen

, 17.10.2007
Weiter aktiv gegen B1-Verkehr

Dem LKW-Verkehr auf der B1 haben die Anwohner aus der Gartenstadt den Kampf angesagt.

Weit über 100 Anwohner und Interessierte diskutierten Dienstagabend auf Einladung der Lärm- und Abgasschutzgemeinschaft zum Thema „An der B1 leben, früher sterben? Macht die Stadt uns krank?“ Städtische Vertreter nahmen trotz mehrfacher Einladung nicht daran teil.

Seit zwölf Jahren streitet die B1-Initiative für ein nächtliches Fahrverbot für den LKW-Transitverkehr auf der B1. Bisher mit wenig Erfolg. Der Luftreinhalteplan verweist lediglich auf den „Neubau der A40 mit Tunnelanlage in Dortmund“ als „kurzfristige Maßnahme“. Die Anwohner fühlen sich nicht ernst genommen, weil der Tunnel voraussichtlich noch lange auf sich warten lasse und während der Bauarbeiten eine Umleitung des Schwerlastverkehrs auf den Autobahnring, wie von ihnen gefordert, ohnehin unumgänglich wird. „Warum nicht schon jetzt?“, fragen sie. Das Urteil des Verwaltungsgerichts, das die Stadt verpflichtet, den Antrag für ein solches Fahrverbot und ein Tempolimit von 50 km/h entlang von Wohngebieten neu zu bescheiden, hat die Verwaltung offenbar nicht zum Handeln bewegt.

Zwangsgeld soll gegen die Stadt beantragt werden

Doch die Betroffenen lassen nicht locker. Nächste Woche will Rechtsanwältin Wiltrud Rülle-Hengesbach das Urteil im Auftrag der Kläger vollstrecken und ein Zwangsgeld gegen die Stadt beantragen. Außerdem leistet die in den RN am Dienstag veröffentlichte Ampelkarte zur Feinstaub-Belastung im Dortmunder Stadtgebiet Argumentationshilfe: „Mit den Ampelkarten für eine Umweltzone gibt die Stadt erstmalig zu, dass eine Feinstaubbelastung existiert“, erläutert Dr. Barbara Kreibich von der Initiative die Bedeutung der Daten, die auch die B1 als massiv belastet ausweisen.

„Anhand dieser Karten werden wir unsere Forderungen auf eine ganztägige Sperrung der B1 für den LKW-Transitverkehr ausdehnen“, zitiert Andreas Sutor, Rechtsanwalt der B1-Initiative, aus einer Stellungnahme zum Entwurf des Luftreinhalteplanes.

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