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Welches Vereinsprojekt verdient eine Auszeichnung?

Preis für „Dortmunder Engagement 2018“ ausgelobt

Der Dortmunder Ehrenamtspreis für engagierte Helfer wird 2018 erstmals für „Dortmunder Engagement“ verliehen und an einen Verein vergeben, nicht an eine einzelne Person. Ab sofort können Vorschläge gemeldet werden.

DORTMUND

09.04.2018
Welches Vereinsprojekt verdient eine Auszeichnung?

© © Schaper

Als Bernd Krispin 2017 zum Dortmunder des Jahres ernannt wurde, brauchte der Gründer von Kinderglück e.V. einen Moment, um das zu begreifen. „Aber so wenig, wie ich damit gerechnet habe, so sehr hat es mich gefreut. Denn ich habe gemerkt, was diese Anerkennung für all die Ehrenamtlichen im Verein bedeutet“, sagt der 61-Jährige. „Am nächsten Tag waren wir alle Dortmunder des Jahres.“

Sechs Jahre Ehrenamtspreis

Deshalb findet Bernd Krispin es auch gut und richtig, dass das Medienhaus Lensing Hilfswerk, Radio 91.2, die Sparkasse Dortmund und die Ruhr Nachrichten in diesem Jahr erstmals nicht eine Einzelperson ehren, sondern einen Verein. Denn wie bei Kinderglück e.V. stehen hinter allen Hilfsprojekten viele einzelne Ehrenamtliche. Die engagierten Helfer bleiben meist im Hintergrund, während ihre Arbeit viel Gutes bewirkt. Um das zu würdigen, gibt es seit sechs Jahren den Ehrenamtspreis, der nun auf ein Vereinsprojekt ausgeweitet wird.

Gesucht wird ein außergewöhnliches Projekt im Bereich Integration, Jugend, Soziales oder Sport. 20.000 Euro als Unterstützung sind insgesamt zu gewinnen, 10.000 Euro für den Sieger, jeweils 5000 Euro für die beiden Zweitplatzierten.

Preisgeld floss in drei Einzelprojekte

Summen, mit denen sich schon einiges bewegen lässt, wie Bernd Krispin weiß. Sein Preisgeld, ebenfalls 10.000 Euro, floss in drei unterschiedliche Projekte: in die Kinderglück-Kissen, von denen mittlerweile pro Jahr zwischen 3000 und 5000 Stück an Kinderkliniken, die Feuerwehr und Hospize verteilt werden; in die Ferienpatenschaften, zu denen auch Tagesausflüge und Wochenend-Freizeiten gehören, und in den Bereich „Instrumente, Kultur und Förderung“, der Kindern Zugang zu Instrumenten, Unterricht und Konzerten ermöglicht.

Ab sofort können Sie, liebe Leserinnen und Leser, preiswürdige Vereinsprojekte für das „Dortmunder Engagement 2018“ vorschlagen. Dazu füllen Sie einfach auf der Internetseite www.ruhrnachrichten.de/dortmunderengagement ein Online-Formular aus. 

Vorgeschlagene Vereine müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Der Verein muss ein existierendes Projekt vorstellen oder eines, das innerhalb von sechs Monaten nach der Preisverleihung am 13. September startet. Das Geld ist allein für das Projekt zu nutzen.
  • Eine Person aus dem Vorstand plus eine verantwortliche Person für das Projekt sind unsere Ansprechpartner.
  • Der Verein muss in Dortmund eingetragen sein oder ein Projekt in Dortmund realisieren.
  • Den Verein muss es seit mindestens zwei Jahren geben.
  • Die Kategorien sind Integration, Jugend, Soziales, Sport.
  • Der Verein muss über einen gültigen Freistellungsbescheid und Satzung verfügen (Pflichtfeld im Online-Bewerbungsformular).

Das ist die Jury:

Im Juni wählt eine Jury aus allen eingegangenen Vorschlägen die Top 5 aus. Zur Jury gehören Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund, Johanna Lensing-Wolff, Initiatorin des Medienhaus Lensing Hilfswerks, das seit 2011 soziale Einrichtungen fördert – vor allem im Bereich Bildung und bürgerliches Ehrenamt. Weiteres Jury-Mitglied ist Bernd Krispin, Gründer von Kinderglück e.V. und Dortmunder des Jahres 2017 sowie Tobias Ehinger, Manager des Dortmunder Balletts und seit Herbst 2017 Leiter des Theater Dortmund.

Nach der Juryentscheidung folgt das Voting

Die von der Jury platzierten Projekte werden ausführlich in den Ruhr Nachrichten vorgestellt. Dann beginnt die Voting-Phase, bei der Sie erneut ins Spiel kommen: Sie können online mit abstimmen, welche drei der fünf vorausgewählten Projekte den Preis „Dortmunder Engagement 2018“ erhalten soll.

Egal wie die Wahl ausfällt – eines ist sicher: Mit dem Preisgeld wird Gutes getan für die Menschen unserer Stadt.