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Wenn die Seele Trauer trägt

25.10.2007

Sie gehört zu den Krankheiten mit dem weltweit stärksten Wachstum: Die Depression. Fatal ist, dass Betroffene sich schämen, nicht darüber reden. Wer depressiv ist, gilt als nicht mehr leistungsfähig in einer Gesellschaft, in der Menschen nur noch in dieser Eigenschaft ihren Wert behalten. Ein brutaler Kreislauf setzt ein. Die Dunkelziffer unter den Erkrankten ist somit extrem hoch. Experten gehen davon aus, dass mindestens jede zweite Depression unentdeckt ist. "Dabei ist sie inzwischen gut behandelbar", sagt Dr. Harald Krauß.

Viele Opfer

Der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Marienhospital in Hombruch ist Referent der nächsten Nachtvorlesung, dieser überaus beliebten medizinischen Aufklärungsreihe von Johannes-Hospital, Radio 91,2 und Ruhr Nachrichten. Sein Thema am 13. November ab 19 Uhr im Amphi-Saal des Harenberg City Centers: "Wenn die Seele Trauer trägt - Depressionen erkennen und behandeln".

Dr. Krauß wird ausführlich auf die Symptome und Diagnosen eingehen. Bei dieser Erkrankung, von der jeder betroffen sein kann, völlig gleich, ob er Erfolg hat im Leben oder nicht, muss auch immer abgeklärt werden, ob es einen lebensgeschichtlichen oder biologischen Auslöser gibt. Liegt z. B. eine Schilddrüsenerkrankung vor? Welche Zusatzuntersuchungen sind sinnvoll?

Der Chefarzt: "Die Suizidalität bei dieser Erkrankung ist hoch. Sie fordert etwa doppelt so viele Opfer wie der Straßenverkehr. Über die Ursprünge der Depression gibt es verschiedene Hypothesen. Allein auf der biologischen Ebene existierten sehr verschiedene begründete Vermutungen. Dazu kommen biografische Aspekte, lebensgeschichtliche Ereignisse."

Natürlich geht er auf die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten ein: Von der Lichttherapie, Schlafentzug über Elektrokrampftherapie bis zu biologischen und psychotherapeutischen Verfahren. bö

Kostenlose Eintrittskarten liegen - solange der Vorrat reicht - im Service Center der Ruhr Nachrichten, Westenhellweg 86-88, an der Information des St.-Johannes-Hospitals, Johannesstraße 9-17, und bei Radio 91,2, Karl-Zahn-Straße 11, bereit.

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