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West-Clubs hoffen auf Boom beim Frauenfußball

02.10.2007

Im Westen Als echtes Highlight in der Geschichte des Frauenfußballs entpuppte sich das Endspiel um die Weltmeisterschaft in Shanghai. Deutschland gegen Brasilien, bei den Herren ein echter Klassiker, begeisterte auch im Dortmunder Westen die Fans.

Mit 50 Prozent Marktanteil im Fernsehen scheint die einstige Randsportart mittlerweile großes Publikumsinteresse hervorzurufen. Die Sportvereine im Dortmunder Westen, die Frauenfußball schon seit Jahren vorantreiben wollen, hoffen nun auf einen Boom.

"Natürlich erhoffen wir uns durch den Titelgewinn einen Zulauf bei den Mädchen-Mannschaften und wir werden sicher versuchen, bis zum Jahresende die ein oder andere Aktion zu starten", sagt Rolf Heinbach von der SG Lütgendortmund. Was das genau sein wird, ist aber noch nicht geplant. "Eine Möglichkeit wäre ein Showturnier in der Soccerhalle unseres Partners in Castrop", gibt er erste Überlegungen preis.

Der TuS Rahm merkt schon jetzt, dass sich die Zahl der Neuanmeldungen erhöht. "In den letzten vier Wochen haben wir im U 12 Bereich drei, im U 14 Bereich zwei und im U17 Bereich vier Neuanmeldungen", weiß Tim Heydecke zu berichten. Aber er schränkt auch ein: "Wir machen Werbung für unseren Verein. Ob es also unmittelbar mit der WM zusammen hängt, weiß ich daher nicht." Doch auch er plant noch ein paar größere Veranstaltungen, um bei dem zu erwartenden Boom auf die Rahmer aufmerksam zu machen. "Doch bisher fehlt mir noch die zündende Idee", gibt Heydecke zu.

Doch nicht nur auf Neuanmeldungen legt es die SG Lütgendortmund an. Rolf Heinbach bringt noch zwei weitere Aspekte ein: "Wir hoffen auch, durch den Titelgewinn weitere Sponsoren zu finden, die uns bei der Förderung der Frauen- und Mädchen unterstützen." Bisher ist der Sport nur sehr schwer zu finanzieren.

Auch noch mehr Unterstützung der Medien könnte dabei helfen. "Zu oft werden wir als Randerscheinung abgetan", beklagt er. Es müsse regelmäßig berichtet werden. Alle vier Jahre eine Weltmeisterschaft, reiche dauerhaft nicht aus. on

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