Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"Wir haben nicht geworfen"

Als die Hoffnung schon fast geschwunden war, sorgten Fotos doch noch für einen Fahndungserfolg der Polizei. Gestern begann am Amtsgericht der Prozess um den brutalen Überfall auf einen Nachtexpress-Fahrer im Februar in Brackel.

18.10.2007

Mehrere Busfahrer der Stadtwerke waren zum Prozess gekommen, um ihrem Kollegen Bernd Lubjuhn zur Seite zu stehen. Mit bohrenden Blicken fixierten sie die Angeklagten - zwei 25 und 26 Jahre alte Freunde aus Brackel, die sich zu Unrecht an den Pranger gestellt fühlen. In der entscheidenden Frage legten sie gestern kein Geständnis ab.

Busfahrer Lubjuhn erlitt an jenem 18. Februar schwere Gesichtsverletzungen. Laut Staatsanwaltschaft hatte ihm der jüngere Angeklagte eine volle Bierflasche ins Gesicht geworfen. Vorangegangen war ein heftiger Streit, weil die Betrunkenen die Flaschen mit in den Bus nehmen wollten. Laut Stadtwerke ist das jedoch verboten.

An den Streit erinnern sich auch die Angeklagten. Und auch daran, dass sie den Fahrer beleidigten und bespuckten, als er sie an der Haltestelle Oberhofstraße aus dem Bus werfen wollte. Die Flasche jedoch, die muss nach ihrer Version der Geschichte ein völlig unbeteiligter Passant in den Wagen geworfen haben. Beide sagten jedenfalls aus: "Wir waren es nicht."

Das Opfer kann da nur den Kopf schütteln. "Es ist doch kein dritter Mann urplötzlich vom Himmel gefallen, um mich mit der Flasche zu bewerfen. Das macht doch überhaupt keinen Sinn." Deshalb hat der 56-Jährige auch wenig Verständnis dafür, dass das Gericht gestern noch kein Urteil verkünden, sondern stattdessen weitere Zeugen laden wollte. Fahrgäste, die damals auch in dem Bus saßen und möglicherweise Beobachtungen gemacht haben. Am nächsten Dienstag soll der Prozess zu Ende gehen.

Die Polizei hatte erst Monate nach der Tat Fotos aus der Überwachungskamera des Busses veröffentlicht. Daraufhin hatte sich einer der Männer gestellt. von

Lesen Sie jetzt