Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wittke macht Tempo für B1-Tunnel

DORTMUND Geht es nach NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke, kommt der B1-Tunnel für Dortmund schneller als zuletzt geplant. Möglicherweise könnte der Bau schon im kommenden Jahr starten.

von Von Oliver Volmerich

, 15.08.2007

Für das Frühjahr nächsten Jahres kündigte Oliver Wittke gestern Abend bei einer Veranstaltung des CDU-Kreisverbandes den (verspäteten) Planfeststellungsbeschluss für den 2,2 Kilometer langen ersten Abschnitt des B1-Tunnels zwischen Märkischer Straße und B236 an. "Und wenn der Planfeststellungsbeschluss da ist, wird auch sofort gebaut", sagte der Minister.

"Vordringlicher Bedarf"

Offen ist, ob damit schon 2008 die Bagger anrollen. Bislang hatte der Landesbetrieb Straßenbau - zur Zeit beschäftigt mit der B1-Großbaustelle Schnettkerbrücke - einen Baubeginn für den B1-Tunnel in 2009 oder 2010 angekündigt. Seit dem vergangenen Jahr gilt der B1-Tunnel als finanziell gesichert, weil er im "Vordringlichen Bedarf" des Bundes für den Fernstraßenbau steht. 193 Mio. Euro soll der Ausbau kosten, mit dem die B 1 auch in Dortmund kreuzungsfrei und damit zur Autobahn A 40 wird.

Bahnhof ist "dreckiges Loch"

Deutliche Worte gab es von Wittke zum leidigen Dauerbrenner Bahnhof: „Der Dortmunder Hauptbahnhof ist ein dreckiges, stinkendes Loch“, schilderte der Minister drastisch seinen Eindruck vom zweitwichtigsten Bahnknotenpunkt des Landes. „Es ist von gesamt-nordrhein-westfälischem Interesse, den Bahnhof in Ordnung zu bringen.“ Dazu hatte Wittke zwei gute Nachrichten. „Die Bahn arbeitet mit Hochdruck an neuen Plänen für den Dortmunder Bahnhof.“ Und: „Die Mittel, die wir als Land für 3do bereit gehalten haben, stehen auch weiter zur Verfügung.“

Kritik schimmerte dagegen am Bund durch, der sich bei der nötigen Veränderung der Förderkriterien stur zeigt, aber auch an der Stadt, die die aktuellen Planungen bisher nur mit Kritik begleitet hat. „Hüten wir uns davor, weiter Chimären hinterherzulaufen“, warnte Wittke, weiter dem geplatzten 3do nach zu trauern. Nicht einmischen wollte sich Wittke in die Debatte um den Ausbau des Flughafens. „Eine Dortmunder Angelegenheit“, so Wittke. Klar sei, dass für einen Ausbau keine Landesmittel flössen. Generell halte das Land aber am dezentralen Luftverkehrskonzept fest.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt