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Wohin zum Einkaufen?

EICHLINGHOFEN Am Samstag, 8. September, schließen sich die Türen endgültig: Die Plus-Filiale an der Stockumer Straße 401 räumt ihre Regale. Und das heißt für die Einwohner Eichlinghofens, dass sie künftig zu Supermärkten in Barop oder Hombruch fahren müssen - zu Fuß wäre der Weg etwa zur nächsten Plus-Filiale zu weit, besonders für die vielen älteren Anwohner.

von Fee Riebeling und Caroline Uschmann

, 22.08.2007
Wohin zum Einkaufen?

Der Weg, den Eichlinghofen nun einschlägt, ist ungewiss. Fest steht jedoch, bald müssen die Anwohner zum Einkaufen den Vorort verlassen.

Dennoch weist beim besagten Laden schon jetzt ein großes Schild an der Tür auf den Markt in Barop hin: "Sonderverkauf - Alle Artikel 50 % billiger". Im Ort selber gibt es nur noch den Naturkostladen "Fruchtbare Erde". Bezirksvorsteherin Inge Albrecht-Winterhoff (SPD) ging dem Thema nach der ersten Berichterstattung in den Ruhr Nachrichten vom 16. August nach und erhielt eine schriftliche Antwort des Unternehmens Plus mit Sitz in Hamm.

Darin wurde die Schließung bestätigt und folgende Aussage gemacht: "Die Filiale an der Stockumer Straße ist zwischenzeitlich in die Jahre gekommen. Der Kunde erwartet mehr." Viele der früheren Kunden kauften nicht mehr in dem Laden ein, weil es "in unmittelbarer Nähe schöne neue und große Märkte" gäbe. Für diejenigen aber, die kein Auto haben und nicht jedes Mal mit vollen Einkaufstüten in den Bus steigen möchten, bleibt die große Frage: Wird es auch in Eichlinghofen selbst Ersatz geben? Was können die Kunden vor Ort "mehr" erwarten? Von der Pressestelle des Unternehmens Plus kamen bis gestern lediglich der Termin für die Schließung und die Aussage, die Geschäftsräume würden an den Vermieter zurückgegeben - die Zukunft des Ladenlokals bleibt unsicher.

Auch in den umliegenden Läden an der Stockumer Straße herrscht Ratlosigkeit - und Ärger. Samuel Harms vom Lottoladen um die Ecke meint: "Mit dem schnellen Einkaufen in der Mittagspause ist es dann ja wohl vorbei - schwierig, wenn wir erst um 20 Uhr aus dem Laden kommen."

Udo Bullerdieck, Pressesprecher der Stadt, weißt auf den "Masterplan Einzelhandel" hin, der auch ein "wohnnahes Einkaufen" zum Ziel hat. "Wir versuchen, ein Raster aus Einkaufsmöglichkeiten gleichmäßig über die Stadtbezirke zu verteilen. Letztendlich müssen aber die Unternehmen vor Ort diese Anforderungen umsetzen." Die Stadt werde nun den "Standort Eichlinghofen" anbieten. Daraus müssten sich dann Initiativen der Unternehmen selbst ergeben. Bis dahin heißt es abwarten - für Senioren, Studenten und Stadt.

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