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Wunsch nach Minarett ruft Politik auf den Plan

CDU fordert interfraktionelle Arbeitsgruppe

24.05.2007

Wunsch nach Minarett ruft Politik auf den Plan

Eving Klaus Neumann «Wir dürfen nicht die «Volksseele erneut hoch kochen lassen, wie damals, als die Selimye-Moschee noch an der Evinger Straße 304 beheimatet war.» Diese Position bezieht die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Eving bezüglich des Wunsches nach einem Minarett an der Hessischen Straße (wir berichteten). Fraktionsvorsitzender (Foto): «Über Jahre gab es Ärger mit den nächsten Nachbarn über den Muezzin-Ruf und die zugeparkten Straßen. All' dies hat sich beruhigt. Mit der Standortverlegung zur Hessischen Straße trat eine sichtbare Befriedung ein.» Das Ansinnen zum Bau eines Minaretts war für die CDU-Fraktion nur eine Frage der Zeit, da der Moschee-Standort diese bauliche Möglichkeit zulasse. «Die bisherige Haltung der Bürger reicht von Desinteresse über Tolerierung bis zur kompromisslosen Ablehnung», umschreibt Klaus Neumann die Stimmung vor Ort. «Wir sorgen uns jetzt konkret, dass Spannungen wie am Grimmelsiepen in Hörde entstehen könnten. Das darf es bei uns nicht geben.» Erstaunt ist die CDU-Fraktion darüber, dass die Absicht, ein Minarett zu bauen, nicht vorab in direkten Gesprächen zwischen dem Moscheeverein und den Fraktionen in der Bezirksvertretung erörtert wurde. «Ich erinnere daran, dass vor Jahren Gespräche mit den Evinger Moscheevereinen gesucht wurden, die Resonanz war mehr als dürftig», so Neumann. «Es kann nicht alleine die politische Aufgabe eines Stadtbezirkes sein, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Hier erwarten wir die Unterstützung der Stadtverwaltung und des Rates.» Die CDU-Fraktion will für die Sitzung der Bezirksvertretung am 13. Juni den Antrag zur Einsetzung einer interfraktionellen Arbeitsgruppe stellen.

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