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Zartes Leiden in der Liebe

09.03.2008

Große Gefühle in der Liebe haben die Romantiker besingen lassen - die Barockkomponisten haben sich mehr um die zarte Leidenschaft der Liebe gekümmert. Und die stellten Cordula Boy (Alt), Uta-Maria Korsmeier (Blockflöte), Thomas Büttner (Cello) und Matthias Lotzmann (Cambalo und Klavier) am Sonntag beim Konzert im Rittersaal in der Kommende vor.

Die schlanke Stimme von Cordula Boy passte gut zu den Kantaten von Caldara und Händel. Schwärmerische Töne fand die Altistin hier und im Lamento der Händel-Kantate "Mir klopft das Herz" viel Gefühl für das Leiden an der Leidenschaft. Klanglich apart war die Kombination von Altstimme und Piccoloflöte in der Caldara-Kantate.

Dem Konzert den aufklärerischen Titel "Zarte Leidenschaft der Liebe" gegeben hat die Kantate von Pepusch, in der Cordula Boy sehr glaubhaft den Affektwechsel von der Traurigkeit des unerhörten Liebhabers zum Trotz, sich zu entlieben, darstellte. Expressiver hat Luciano Berio drei Jahrhunderte später Liebesfantasien nach einem Text aus dem 12. Jahrhundert vertont.

Uta-Maria Korsmeier war in den Kantaten eine Duett-Partnerin, die geschmackvoll verzierte und in einer Flötensonate von Vivaldi auch brillante Virtuosität zeigte. Mehr die elegische Seite der Liebe sang Thomas Büttner in der Pastorale von Martinu ohne Worte und mit dichtem, lauten Ton auf dem Cello. Matthias Lotzmann begleitete am Cembalo mit schönen Registerfarben und trug am Klavier die Elegie in der Martinu-Pastorale und im Berio-Lied Expressivität weiter. JG

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