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Zeitungsflirt: Auftakt in Johann-Gutenberg-Realschule

DORTMUND Diese Zeitungsenten muss man einfach gern haben. Normalerweise ist so eine Ente (eine falsche Nachricht) bei Zeitungsmachern unbeliebt, doch den Enten der Johann-Gutenberg-Realschule konnte niemand widerstehen.

von Von Gesine Lübbers

, 21.01.2008
Zeitungsflirt: Auftakt in Johann-Gutenberg-Realschule

Ein Geschenk für Malies Bollmann-Nolte (l.) von DEW21: Während des Schauspiels übergaben ihr die "Künstler" die offizielle Zeitungsente der Johann-Gutenberg-Realschule.

"Die sind ja toll", freute sich Malies Bollmann-Nolte von DEW21 über die kleinen Quietsche-Enten im Zeitungslook. Die Entchen standen im Mittelpunkt der gestrigen Auftaktveranstaltung zum Zeitungsflirt 2008. In der Aula der Schule zeigte der Medienkurs der 10. Klasse, dass Zeitung vielfältig verwendbar ist. Dazu hatten die Zehntklässler mehrere Stationen aufgebaut, an denen sie den Weg der Zeitung nachvollzogen und zeigten, wie eine "Ente" ins Blatt kommt.

Alles begann in der "Redaktion", in der die Zeitung produziert wurde, ein Bote brachte sie druckfrisch zum Frühstückstisch, wo sie aufmerksam studiert wurde. Anschließend wanderte sie in die Papiertonne, wo drei Jungen sie herausfischten. Der Kommentar: "Auch für Spanner ist eine gute Zeitung nicht verkehrt", erntete viel Gelächter. Als nächstes half die Zeitung, bei der Renovierung Haare und Möbel zu schützen.

An der nächsten Station umwickelten Künstler gelbe Entchen mit Zeitung und überreichten die "Zeitungsenten" u.a. an Malies Bollmann-Nolte. Schnell war ein Fotograf der "Redaktion" zu Stelle machte ein Foto der Szene und flitzte zurück zum Redaktionstisch. Ein paar Minuten später erschien eine brandaktuelle Meldung mit dem Foto auf einer Leinwand: "Es handelt sich nicht um eine Zeitungsente - der Zeitungsflirt beginnt."

"Wirklich toll gemacht", lobte die Vertreterin von DEW21. Doch das kleine Schauspiel war nicht das einzige, was die Schüler für den Flirt-Auftakt vorbereitet hatten: Bei einer Kunstausstellung zeigten sie, wie vielfältig man die Nachrichten in Papierform verwenden kann.

Buchstabensuppe

Blumen aus Papier schmückten Zeitungsvasen, Suppenschälchen im Zeitungslook gaben der Buchstabensuppe einen völlig neuen Sinn, und das Zeitungsorigami verband die Ruhr Nachrichten mit der japanischen Faltkunst. In zwei Collagen hatte sich der Medienkurs dem Thema "Gute Zeiten - schlechte Zeiten" genähert und dafür Schlagzeilen ausgewertet. Es gab kleine Zeitungsbriefmarken und eine dicke Zeitungsente. Auf den Zeitungs-Tellern waren schöne Geschichten (Schlagzeilen z. B. über Liebe) und schwere Kost (Geschichten über Mord und Totschlag) angerichtet.

"An der Ausstellung haben noch andere Klassen mitgearbeitet. Denn das war viel Arbeit", erzählte Lehrerin Claudia Werner. Malies Bollmann-Nolte konnte sich am Ende nicht nur über die offizielle Ente, sondern auch über einen Zeitungsblumenstrauß freuen. "Da werden meine Kollegen neidisch", freute sie sich über die Kreativität der Schülerinnen und Schüler.

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