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Zu altes Fett - Imbiss-Koch vor Gericht

Amtsgericht Dortmund

DORTMUND Eine Besorgnis erregende Lebensmittelprobe in einem Nordstadt-Imbiss beschäftigte am Freitag das Amtsgericht. Nach einer unangemeldeten Kontrolle im April 2009 hatte das Gesundheitsamt dem Chefkoch des Betriebes einen blauen Brief geschickt.

von Von Martin von Braunschweig

, 23.04.2010

Das Frittierfett, hieß es darin, sei so alt gewesen, „dass es nicht mehr für den Verzehr geeignet war“. Den beigefügten Bußgeldbescheid über 250 Euro wollte der Koch jedoch nicht akzeptieren. Wenn überhaupt, dann sei wohl sein Chef für den Skandal verantwortlich. „Ich habe in meiner ganzen Zeit nicht ein einziges Mal des Fett wechseln müssen“, sagte der inzwischen in einem anderen Restaurant beschäftigte Koch am Freitag. „Das gehörte überhaupt nicht zu meinen Aufgaben. Für solche Dinge gab es in dem Laden ausreichend Angestellte.“ Das Gericht glaubte schließlich dem Koch und entschied, dass er das Bußgeld nicht bezahlen müsse. Damit wird sich wahrscheinlich der Betreiber der Imbiss-Bude darauf einstellen müssen, nun selbst vom Gesundheitsamt zur Kasse gebeten zu werden. Dass das Fett damals viel zu alt und deshalb gesundheitsschädlich war, steht nach dem Gutachten eines Hagener Labors außer Frage. Stichwortartig heißt es darin: „Farbe: schokoladenbraun, Geruch: stechend, Geschmack: kratzend.“

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