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Zur Steuer-CD herrscht Schweigen

Strafverfolgung

DORTMUND Die CD mit geheimen Steuerdaten hat auch in Dortmund den ein oder anderen ins Schwitzen gebracht. Wie viele Steuersünder sich bisher selbst angezeigt haben, um einer Strafverfolgung zu entgehen, verraten die Finanzbehörden nicht.

von Von Bettina Kiwitt

, 15.04.2010
Zur Steuer-CD herrscht Schweigen

Wolfgang Overthun, Pressesprecher der Dortmunder Finanzämter.

„Aus dem ganz ansehnlichen Strom aus Selbstanzeigen ist mittlerweile ein Rinnsal geworden“, ist Wolfgang Overthun, Sprecher der vier Dortmunder Finanzämter und Vorsteher in Hörde, lediglich noch zu entlocken. Mitte Februar hatte er noch von rund einem Dutzend Selbstanzeigen berichtet, doch dann verhängte das Finanzministerium in Düsseldorf eine Auskunftssperre.

Vom Finanzministerium Nordrhein-Westfalen selbst sind ebenfalls keine Details zu den Selbstanzeigen zu erfahren. „Wir haben uns entschieden, gar keine Daten preis zu geben“, erklärt Ministeriumssprecherin Steffi Hagelüken. Grund dafür seien die zum Teil sehr kleinen Gemeinden in Westfalen. Um auf der Steuer-CD vermerkt zu sein, müsse der Betreffende „schon eine gewisse Summe an Geld haben“.

In kleinen Gemeinden sei es dann relativ einfach, einen Selbstanzeiger zu identifizieren. „Da bekommen wir ein Riesenproblem mit dem Steuergeheimnis“, so die Sprecherin. Daher habe sich das Ministerium entscheiden, gar keine Zahlen zu nennen, auch nicht für Großstädte wie Dortmund.