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Zurück in den Alltag

Brackel Wenn Brigitte Uhr (62) aus Brackel zu Besuch kommt, dann reden sie manchmal stundenlang. Das hilft gegen die Einsamkeit. Das tut der 84-jährigen Gastgeberin einfach nur gut.

31.08.2007

Jetzt lächelt Brigitte Uhr. "Meine alte Dame sagt manchmal: Schönen Dank, ich bin mal wieder alle meine Worte losgeworden."

In ganz Dortmund kümmern sich 82 ehrenamtliche Sozialhelfer um alte Menschen. Sie gehen mit zum Arzt, zum Einkaufen, zum Amt. Sie unternehmen Spaziergänge, trinken Kaffee und reden mit den Senioren. Dabei - und das ist das Besondere - sind sie selbst über 60 Jahre alt. "Senioren helfen Senioren": In diesem städtischen Projekt begegnen sich Menschen, die Verständnis füreinander haben. "Anders geht's nicht, das muss schon beiden Seiten Freude machen", sagt Udo Ohlenholz vom Sozialamt. Und weiter erklärt er: "Unsere Ehrenamtlichen entwickeln mehr Einfühlungsvermögen für die Situation der alten Menschen als eine 20-Jährige." Weil auch sie Lebenserfahrung haben und sich bereits mit dem eigenen Älterwerden auseinandersetzen. Ihr Engagement gibt den alten Menschen ein wenig von der verlorenen Sicherheit zurück.

Unterstützt von ihren Bezugspersonen stellen sich die Senioren wieder mutig dem Alltag, der ihnen sonst so schmerzlich entgleitet. "Meine Dame möchte beim Einkaufen unbedingt alles selbst aussuchen", erzählt Anni Meinhövel (62). "Früher hat sie beim Lieferservice bestellt. - Und das ist nicht dasselbe."

Überhaupt sei es wichtig, den alten Leuten gut zuzuhören und immer den Respekt zu behalten. "Sie freuen sich unheimlich, wenn man kommt." Hilke Schwidder

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