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Zwei Auto-Wege zum Thier-Einkaufszentrum

DORTMUND Der zusätzliche Verkehr zu einem 20.000 bis 30.000 Quadratmeter großen Einkaufszentrum auf dem Thier-Gelände mitten in der City ist zu verkraften - über eine komplett zweispurig ausgebaute Hövelstraße und die kleine Straße Grafenhof. So jedenfalls lautet der gemeinsam vorgestellte Vorschlag des Hamburger Projektentwicklers ECE und der Verwaltung.

von Von Gaby Kolle

, 28.08.2007
Zwei Auto-Wege zum Thier-Einkaufszentrum

Die Größe der geplanten Einzelhandelsfläche auf dem Thier-Gelände sorgt für Diskussionen.

Mit einem Verkehrsgutachten unter dem Arm tingelten ECE und Planungs- verwaltung am Montag durch die Rathaus-Fraktionen. Die Verkehrsplaner  gehen von 4.000 Autos täglich aus, die das Einkaufszentrum ansteuern – also 8.000 Fahrbewegungen am Tag. Für sie ist ein Parkhaus mit 1.000 Stellplätzen geplant. Die Silberstraße, so der Vorschlag, wird   zwischen Kaufhof und Grafenhof durchschnitten und für den Durchfahrtverkehr aufgegeben. Ein Verkehrskreisel zwischen Hövel-, Silberstraße und Eisenmarkt soll u.a. den Anschluss an das Kaufhof-Parkhaus sicherstellen.

Schlüssiges Konzept

Die Fußgänger sollen vom Süden über den Hohen Wall durch das im Erdgeschoss frei gelegte Thier-Gebäude den Weg ins Einkaufszentrum finden und von Norden durch eine Passage des jetzigen Berlet-Kaufhauses, das seinen Standort am Westenhellweg bekanntlich aufgibt. Für die CDU, so Fraktionschef Frank Hengstenberg, ist das Konzept „überzeugend und schlüssig“.  Auch Dr. Annette Littmann, Fraktionsvorsitzende  FDP/Bürgerliste findet das Verkehrskonzept „im Großen und Ganzen vernünftig.

Radweg fällt weg

Die Grünen müssen das Konzept noch sacken lassen, doch es stört sie mehrerlei, merkte ihr Sprecher Mario Krüger an. So wird auf der Silberstraße eine Radwege-Verbindung wegfallen. Krüger: „Das tut weh“. Zudem werden die heutigen Parkplätze am Straßenrand komplett der Erschließung geopfert. Ein großzügiger Flanierbereich und Verkehrsberuhigungen seien dann nicht mehr möglich, kritisiert Krüger.

Neben dem Verkehrskonzept müssen sich Politik und Verwaltung mit ECE auch noch über die Größe des Einkaufszentrums einigen. Eine Einigung darüber soll im September/Oktober in Gesprächen mit dem Konsultationskreis Einzelhandel fallen. Am 13. Dezember will der Rat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan beschließen. Baubeginn soll 2009 sein, die Fertigstellung ist für Herbst 2010 oder Frühjahr 2011 angepeilt.

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