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ver.di kritisiert: Retter brauchen jetzt selber Hilfe

07.12.2007

ver.di kritisiert: Retter brauchen jetzt selber Hilfe

<p>In Dortmund fehlen Feuerwehrleute. Wegener</p>

Die Gewerkschaft ver.di schlägt Feuerwehr-Alarm: Die Retter bräuchten jetzt selber Hilfe, seit Januar hätten die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr schon 117 000 Überstunden geleistet. "Wann die Kollegen und Kolleginnen mit der vollständigen Bezahlung rechnen können, ist ebenso ungewiss wie die Hoffnung auf baldige personelle Entlastung", so ver.di-Fachbereichssekretär Martin Steinmetz.

Tatsächlich waren die Überstunden im Januar angeordnet worden (RN berichteten). Grund war eine EU-Gesetzgebung, die die Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden begrenzt. 99 Prozent aller Dortmunder Brandbekämpfer erklärten sich laut Feuerwehrchef Klaus Schäfer daraufhin bereit, freiwillig weiter 54 Stunden zu arbeiten. Aus zwei Gründen: Es blieb bei der beliebten 24-Stunden-Schicht (2,5 Diensten in der Woche), zudem gibt es 20 Euro pro Schicht zusätzlich.

Erst seit wenigen Wochen sei angestrebt, die geleistete Mehrarbeit vollständig zu bezahlen. Das noch immer kein Auszahlungstermin feststehe, ist ein Skandal", findet Steinmetz. Schäfer widerspricht dem: "Natürlich wird das Geld ausgezahlt. Rechtlich ist das aber erst nach einem Jahr möglich, weil zuvor versucht werden muss, die Mehrarbeit in Freizeit auszugleichen. Dass das nicht geht, war aber von Anfang an klar."

ver.di kritisiert zudem, dass schon heute 20 Stellen fehlen, bis 2010 betrage das Defizit 80 Stellen. Nach Angaben des Feuerwehrchefs gebe es seit Jahren etwa 20 Feuerwehrleute zu wenig. "Wir würden die Stellen gerne besetzen, aber dazu fehlen die Bewerber."

Die Möglichkeit, die maximale Wochenarbeitszeit mit bezahlter Mehrarbeit auszugleichen, endet 2011. Große NRW-Feuerwehren arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Neuregelung. weg

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