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Drei EM-Medaillen stimmen Judokas zuversichtlich

Tel Aviv. Zweimal Bronze, einmal Silber - das deutsche Team hat bei der Judo-EM in Tel Aviv die Erwartungen erfüllt. Das gute Ergebnis gibt Schwung für das nächste große Ziel: Die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020.

Drei EM-Medaillen stimmen Judokas zuversichtlich

Brachte eine Silbermedaille von der Judo-EM in Tel Aviv mit nach Hause: Theresa Stoll. Foto: Jonas Güttler

Nach der erfolgreichen Europameisterschaft mit drei Medaillen starten die deutschen Judokas optimistisch in die im Mai beginnende Olympia-Qualifikation für Tokio 2020.

„Das gibt das nötige Selbstbewusstsein und den nötigen Rückenwind“, sagte Mark Borchert, der Sportdirektor des Deutschen Judo-Bundes, nach den Titelkämpfen in Tel Aviv. Theresa Stoll wurde zum zweiten Mal Vize-Europameisterin, Anna-Maria Wagner und Martyna Trajdos erkämpften sich jeweils dritte Plätze. „Bei den Frauen ist es ein fantastisches Ergebnis, wenn von sechs Athletinnen drei eine Medaille holen“, lobte Borchert.

Am 25. Mai beginnt beim Grand Prix von Hohhot in China die Qualifikation für die Spiele in gut zwei Jahren in Japan. „Es ist natürlich eine extrem lange Qualifikationsphase, da kann viel passieren“, sagte Borchert. „Aber insgesamt sind wir für Tokio schon recht optimistisch. Wir haben eine gute Mischung aus routinierten Kräften und vielen jungen Leuten, die schon vorne mitmischen können.“

Zu den Erfahrenen gehört die 29 Jahre alte Trajdos, die in Tokio ihre erste Olympia-Medaille anpeilt. „Die nächsten zwei Jahre werden interessant, es geht Richtung Tokio 2020 und ich hoffe natürlich, mich zu qualifizieren und es nochmal zu rocken“, sagte sie. Die 22 Jahre alte Stoll gilt ebenso wie die ein Jahr jüngere Wagner als Nachwuchs-Hoffnung. „Klar, schade, aber ich glaube, spätestens in einer Stunde freue ich mich mehr als dass ich mich ärgere“, sagte Stoll nach dem verlorenen Finale gegen Nora Gjakova aus dem Kosovo.

Während Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa mit drei Medaillen für seine Mannschaft rundum zufrieden sein konnte, ging das Team von Männer-Chefcoach Richard Trautmann wie erwartet leer aus. Der Coach hatte seine stärksten Athleten für die Olympia-Quali und die WM im September in Baku geschont. „Es war eher ein Perspektivteam am Start“, urteilte Borchert. „Dafür haben wir uns gut geschlagen.“

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