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Drei Spiele, ein Gewinner

Kreisgebiet Der erste Spieltag ist Geschichte. Teilweise mit ernüchternden Ergebnissen. Einziger Gewinner in der Fußball-Bezirksliga: VfL Senden. Der SV Herbern steht dagegen nach der 2:4-Niederlage in Wickede-Ruhr schon ein wenig unter Zugzwang.

13.08.2007

"Wenn wir keinen kompletten Fehlstart hinlegen wollen, müssen wir am Sonntag zuhause gegen Hilbeck gewinnen", sagt SV Herberns Coach Ralf Dreier.

Dafür muss sich aber einiges ändern im Spiel seiner Elf, die mit Aufstiegsambitionen ins Meisterschaftsrennen geht. Dreier: "Wir müssen vor allem im defensiven Bereich unsere Ordnung wiederfinden." Der Trainer hofft, dass der erfahrene Stefan Löcke, am Sonntag mit Oberschenkelzerrung ausgewechselt, bis zum nächsten Spiel wieder fit ist. "Man hat gesehen, wie wichtig er für uns ist. Als er raus war, lief nichts mehr", so der Coach.

Dass die Unordnung, die sich durch alle Mannschaftsteile zog, an der System-Umstellung liegt, glaubt Dreier nicht: "Letztes Jahr haben wir mit zwei offensiven Mittelfeldspielern und zwei Stürmern gespielt, jetzt haben wir mit Christ, Edu und Hohefeld drei Offensive und einen Stürmer. Daran kann es eigentlich nicht liegen."

Ziel Aufstieg

Das Ziel Aufstieg bleibt bestehen. Dreier: "Man darf nicht davon ausgehen, dass man alle 30 Saisonspiele gewinnt. Immerhin haben rund zehn Vereine den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben, unter anderem auch Wickede. Es war der Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt."

Kein Traumstart

Alles andere als einen Traumstart legte auch der SV Südkirchen hin. 1:4 ging die Truppe des Trainergespanns Thorsten Grote/Michael Kinne beim SuS Kaiserau unter. "Eine Katastrophe", nennt Kinne die Vorstellung des SVS. "Dabei lief die Vorbereitung eigentlich gut." Kinne kann sich den Leistungsabfall nur schwer erklären. "Wir haben einiges gut zu machen und werden in dieser Woche daran arbeiten. Es wird viele Einzelgespräche geben", so der Trainer.

Die Brüder Uli und Wolfgang Leifken sprechen noch miteinander. Das familiäre Trainerduell hatte Wolfgang mit Aufsteiger VfL SendenUnion Lüdinghausen gegen Uli mit Absteiger mit 1:0 gewonnen. "Ein Bier haben wir anschließend nicht mehr miteinander getrunken, ich war zu genervt", gibt Uli zu. "Kann ich verstehen", meint Wolfgang. "Wenn man einmal drüber geschlafen hat, geht es schon wieder", sagt Uli, auch wenn "wir das Spiel nicht verlieren durften." Ein verwandelter und ein verschossener Foulelfmeter machten den Unterschied im Derby aus. "Das war ein typisches Nachbarschaftsduell, nicht hochklassig, nicht ansehnlich, aber fair und spannend", lautet das Fazit von Wolfgang. Darüber wird man sich mit Sicherheit beim nächsten Bier familienintern unterhalten. Marc Stommer