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Dreijährigen zu Tode geprügelt: Siebeneinhalb Jahre Haft

Ein dreijähriger Junge wird so brutal geschlagen, dass er stirbt. Jetzt muss der Täter ins Gefängnis. Es ist der Ex-Freund der Mutter.

Münster

19.06.2018
Dreijährigen zu Tode geprügelt: Siebeneinhalb Jahre Haft

Das Landgericht fotografiert am 02.06.2015 in Münster (Nordrhein-Westfalen). Foto: Friso Gentsch/Archiv

Nach dem gewaltsamen Tod eines dreijährigen Jungen aus Dorsten ist der Ex-Freund der Mutter am Dienstag zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter am Schwurgericht Münster sind überzeugt, dass der 33-jährige Mann aus Olfen das Kind im Januar 2016 so brutal vor den Kopf geschlagen hat, dass es erst das Bewusstsein verlor und dann starb. Die Ärzte hatten massive Schädel- und Hirnverletzungen festgestellt. Im Urteil war von „Überforderung“ die Rede. Der Angeklagte sei ausgerastet, als der Junge aufgewacht sei und geschrien habe. Die Mutter hatte ihren damaligen Freund für kurze Zeit allein mit ihrem Sohn gelassen.

Der Angeklagte hatte im Prozess zunächst behauptet, dass das Kind nur gestürzt sei und dabei das Bewusstsein verloren habe. Kurz vor der Urteilsverkündung hatte er sich dann aber noch einmal direkt an seine Ex-Freundin gewandt und gesagt: „Ich kann mir selber nicht erklären, wie es passiert ist. Ich habe schwarz gesehen.“ Es seien Dinge passiert, die nicht hätten passieren dürfen. Er sei in Panik geraten und habe nicht mehr gewusst, was er getan habe. Das Urteil des Schwurgerichts Münster lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte ist noch im Gerichtssaal festgenommen worden. Begründung: Fluchtgefahr.