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Dreßen holt zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere

Kvitfjell. Thomas Dreßen hat im hohen Norden für ein weiteres Highlight in seiner traumhaften Saison gesorgt und sieben Wochen nach seinem Sieg in Kitzbühel auch die Abfahrt von Kvitfjell gewonnen. Schon mit 24 Jahren zählt er damit zu den besten Deutschen der Geschichte.

Dreßen holt zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere

Fuhr in Kvitfjell zu seinem zweiten Weltcup-Sieg seiner Laufbahn: Thomas Dreßen. Foto: Luca Bruno

Platz eins in Kitzbühel war keine Eintagsfliege - das hat Thomas Dreßen mit seinem zweiten Weltcup-Sieg bei der Abfahrt in Kvitfjell endgültig bewiesen.

„Dass das heute nach Kitzbühel so schnell noch mal geklappt hat mit einem Sieg, ist natürlich genial, und das freut mich brutal“, sagte der 24 Jahre alte Skirennfahrer am Samstag nach der Siegerehrung in Norwegen dem ZDF. „Es macht mich stolz, dass ich da mit Aksel (Lund Svindal) und Beat (Feuz) auf dem Podium stehen darf. Die zwei sind immer schon Heroes für mich gewesen und Vorbilder.“

Auf Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz hatte Dreßen im Ziel 0,08 Sekunden oder umgerechnet auf die Olympia-Strecke von 1994 2,22 Meter Vorsprung. Olympiasieger Aksel Lund Svindal wurde in seiner Heimat mit 0,17 Sekunden Rückstand Dritter. „Das ist überhaupt kein Zufall“, lobte Svindal den jungen Deutschen. Vor dem Weltcup-Finale in Are rückte Dreßen auf Rang drei der Disziplinwertung hinter Feuz und Svindal. „Ich hätte vor der Saison mit vielem gerechnet aber nicht damit, dass es so gut läuft“, sagte Dreßen. „Das nimmt man als Athlet gerne mit, und ich bin überglücklich, dass das im Moment so locker von der Hand geht.“

Sieben Wochen nach dem Premieren-Erfolg in Kitzbühel zählt Dreßen nun bereits zu den erfolgreichsten Deutschen in dieser Disziplin. Seit Einführung des Weltcups im Januar 1967 haben nur Markus Wasmeier und Sepp Ferstl in ihrer Karriere zwei Abfahrtssiege geschafft.

Nach einem schwächeren Beginn zeigte Dreßen vor allem im mittleren Streckenteil der anspruchsvollen Piste all seine Klasse und sein außergewöhnliches Skigefühl. „Ganz ohne Schädel darf man auch nicht Ski fahren, das ist klar. Aber es ist wichtig, dass man sich die Lockerheit behält“, sagte er. Alpinchef Wolfgang Maier freute sich auch über die Umstände des Sieges: „Dieses Mal war das Wetter für alle gleich“, betonte Maier. In Kitzbühel hatte Dreßen dank einer späteren Startnummer das Glück von Sonnenschein.

In seiner zweiten kompletten Weltcup-Saison übertrifft der Fünfte der Olympia-Abfahrt damit weiter alle Erwartungen. Nach Rang drei in Beaver Creek und dem Sieg in Kitzbühel ist der Erfolg in Kvitfjell bereits der dritte Podestplatz des Winters. Vor dieser Saison hatten die Speedfahrer des Deutschen Skiverbands sieben Jahre lang auf ein Top-Drei-Resultat in Abfahrt oder Super-G gewartet. „Das finde ich extrem beachtlich, was er da einfährt“, sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind ja lange erst gefahren, als die anderen schon Sekt gespritzt haben.“

Josef Ferstl und Andreas Sander verpassten die Top 15. Ferstl wurde 25. und konnte sich damit in der Abfahrt nicht mehr für das Weltcup-Finale qualifizieren. Im Super-G hat er wie Dreßen und Sander aber einen Rang in den Top 25 der Weltcup-Wertung und damit den Startplatz in Schweden sicher.

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