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Einheitlicher Zahlungsraum: Überweisungen werden schneller

Berlin (dpa/tmn) Mit dem Start des «Single European Payments Area» (SEPA) am 28. Januar können Bankkunden ihre Überweisungen innerhalb Europas schneller abwickeln. Die Neuerung: Alle Transaktionen werden wie inländische Zahlungen behandelt.

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Damit reicht für Geldgeschäfte im SEPA-Raum ein einziges Konto. Bisher fehlte beispielsweise ein europaweit einheitliches Verfahren für Lastschriften zur Bezahlung der Telefon- und Stromrechnung. Dank SEPA sollen solche Abbuchungen über die Grenzen hinweg möglich sein: beispielsweise von einem deutschen Konto aus für das Ferienhäuschen auf Mallorca. Verbraucher müssen sich allerdings an ein neues Formular gewöhnen. Folgendes ist dabei zu beachten:

NEUE ÜBERWEISUNG: Bislang benutzen Kunden für eine Überweisung innerhalb Deutschlands eine Inlandsüberweisung, für einen Geldtransfer ins europäische Ausland gibt es seit 2003 die EU-Standardüberweisung. Beide sollen langfristig der «EURO-Überweisung», die auch SEPA-Überweisung heißt, weichen. Sie wird zum Starttermin in den Filialen ausliegen und sich «nicht großartig» von der EU-Standardüberweisung unterscheiden, sagt Michaela Roth vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband in Berlin. «Das Formular wird den Kunden also vertraut vorkommen.»

Noch sind in der Regel aber auch die beiden alten Formulare im Umlauf - sowohl in Papierform als auch am Kundenterminal in der Filiale und online, wie Kerstin Altendorf vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin erläutert. «Für den privaten Zahlungsverkehr ändert sich also erst einmal nichts.» Auf «absehbare Zeit» werde es zwei Systeme nebeneinander geben. Zu welchem Termin das alte abgeschaltet wird, sei noch unklar. Langfristig wird die Inlandsüberweisung aber verschwinden, erläutert Altendorf, deren Verband derzeit den Vorsitz im Zentralen Kreditausschuss der Banken und Sparkassen (ZKA) innehat.

RICHTIG AUSFÜLLEN: Zum Ausfüllen der «EURO-Überweisung» benötigen Kunden die internationale Kontonummer (IBAN) und die internationale Bankleitzahl (BIC) des Empfängers. Die entsprechenden Angaben für das eigene Konto sind auf dem Kontoauszug oder online in den Kontoinformationen zu finden. Die IBAN hat in Deutschland 22 Stellen und setzt sich zusammen aus Länderkennzeichen und Prüfzahl sowie der Kontoidentifikation. Die BIC - zwischen 8 und 11 Stellen lang - besteht aus einem Bankkürzel, einem Länderkennzeichen und einem Identifikationsmerkmal.

NUR ZAHLUNGEN IN EURO SIND BETROFFEN: An SEPA beteiligen sich die 27 Staaten der EU sowie die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Diese Länder betreiben derzeit 31 nationale Zahlungssysteme, die nun zu SEPA zusammengeführt werden. So sollen Überweisungen europaweit schneller und sicherer werden. Damit Zahlungen unter die neuen Regeln fallen, müssen sie allerdings in der Währung Euro notiert sein. Wer Pfund, Kronen oder Dollars überweist, muss wie bislang auch eine Auslandsüberweisung verwenden, die länger dauert und mit höheren Gebühren verbunden ist.

Informationen zu SEPA: www.bundesbank.de/zahlungsverkehr/zahlungsverkehr_sepa.php

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