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Fußball-Landesliga: Pleite in Altenberge mit zwei Platzverweisen

Eintracht beim 0:4 vollkommen von der Rolle

AHAUS. Man musste schon kreativ werden, um dem Auftritt des Landesligisten Eintracht Ahaus beim TuS Altenberge am Freitagabend etwas Gutes abzugewinnen. Die Elf von Jens Niehues präsentierte sich vollkommen von der Rolle, ging mit 0:4 (0:2) baden und holte sich zu allem Überfluss auch noch zwei Platzverweise ab.

Eintracht beim 0:4 vollkommen von der Rolle

Maximilian Hinkelmann (l.) und die Eintracht-Offensive blieben in Altenberge nahezu wirkungslos. Foto: Sascha Keirat

Von Alex Piccin

Der Eintracht-Trainer knirscht damit die nächsten Wochen noch lauter mit den Zähnen. Welche positiven Erkenntnisse übrig geblieben sind? Niehues hat nicht viele gesehen: „Ich hoffe, dass am Samstag und Sonntag alle Spieler gesund bleiben sind aufgrund der Kälte heute Abend.“

Der Beginn war sogar vielversprechend. Die Gäste steuerten am frostigen Abend den ersten brauchbaren Angriff bei, der die Herzen der Ahauser allerdings nicht erwärmte. Das gelang dem TuS umso besser. Der aufgerückte Linksverteidiger Hendrik Wilpsbäumer traf nach einem Schnittstellen-Pass zum 1:0 (7.). Kurz darauf führten erneut Unzulänglichkeiten in der Deckung zum zweiten Altenberger Treffer. Eine Flanke und einen Querpass später drückte Patrick Teriete das Leder Eintracht-Schnapper Niklas Lukas durch die Hosenträger (13.). „Wir haben in der ersten Viertelstunde das ganze Spiel weggeschmissen“, kommentierte Niehues. Sein Team wirkte völlig desolat und ideenlos. Gerade den Altenbergern Flügelangriffen war Tür und Tor geöffnet. Im eigenen Aufbauspiel reihten sich Fehlpässe aneinander wie die Perlen am Collier der Queen.

Pausentee tat gut

Als Jakob Schlatt es verpasste, der Eintracht frühzeitig den Gnadenstoß zu versetzen (29.), keimte möglicherweise leise Hoffnung bei Niehues und Co. auf. Der heiße Pausentee tat ihnen ganz gut. Die Hereinnahme von Kevin Dücker, der sich auf die Zehn positionierte und Maximilian Hinkelmann eine Planstelle nach vorn schob, wirkte kurzzeitig belebend. Ahaus versuchte, einen Weg durch die kompakt stehenden Reihen der Gastgeber zu finden. Doch für einen eigenen Torjubel kamen die Rot-Weißen schlussendlich nicht infrage. Nach nur zehn Minuten verpuffte diese Euphorie; der Lattenkopfball des Altenberger Felix Kemper war die Einleitung der Demontage der Ahauser.

Die zeigten nach dem 3:0 durch Christian Hölker (62.) Auflösungserscheinungen, dezimierten sich selbst. Christopher Ransmann sah nach einem harten Einsteigen an der Mittellinie Gelb-Rot (64.), Tobias Hemling 14 Minuten später glatt Rot. Eine harte Entscheidung, wie sein Trainer befand. Altenberges Kapitän David Marx sah es im Zwiegespräch mit ihm ähnlich: „Blöd, dass er euch jetzt fehlen wird.“ Zwischenzeitlich hatte der TuS mit Patrick Rockoff auf 4:0 gestellt (77.) und hätte am Ende gar ein höheres Resultat erzielen können.

„Einfachste Fehler„

Das klare Ergebnis ist eine schallende Ohrfeige, deren Echo noch weit zu hören war. „Da brauchen wir nicht über taktische Ausrichtung oder sonstiges zu sprechen. Wir haben die einfachsten Fehler gemacht, die man nur machen kann. Es ist nicht mehr meine Aufgabe, den Jungs das zu verklickern. So etwas lernt man schließlich relativ früh. Das ist ein klassischer Fehlstart“, bilanzierte Niehues.

TuS Altenberge - Eintr. Ahaus 4:0
Eintracht:
Lukas - Hemling, Brillert, Ransmann, Stratmann – Wübbing, Vennemann (68.Hüsing) – Schücker, Hinkelmann, Dayan (60. Terbrack) – Semer (46. Dücker).
Tore: 1:0 Wilpsbäumer (7.), 2:0 Teriete (13.), 3:0 C. Hölker (62.), 4:0 Rockoff (77.)
Gelb-Rote Karte: Ransmann (64.)
Rote Karte: Hemling (78., grobes Foul)

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