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Eltern geben immer mehr für ihre Kinder aus

BERLIN Es muss schon ein Handy sein. Aber nicht das alte von Papa - nein, das neueste Klapphandy. Und die Klamotten, die die Stars aus dem Fernsehen tragen - von den gleichen Marken, versteht sich. Kinder erheben immer höhere Ansprüche. Und Eltern greifen bei den Ausgaben für ihre Kinder immer tiefer in die Tasche.

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Bei Handys zählt nicht nur, ob man damit telefonieren kann. Viel wichtiger: die integrierte Kamera, coole Klingeltöne und bunte Oberschalen.

Ein Playmobilmännchen? Schön. Aber viel schöner ist gleich ein ganzes Fußballstadion.

Das geht aus der Kids-Verbraucheranalyse 2007 hervor, die der Egmont Ehapa Verlag („Micky Maus“) jetzt vorstellte. Kinder ernähren sich dafür heute gesünder und geben von ihrem Taschengeld von durchschnittlich 22,11 Euro im Monat weniger für Süßigkeiten und Cola aus.

Mit Geldgeschenken, Sparguthaben und dem Taschengeld verfügen die 6- bis 13-Jährigen in Deutschland heute über ein Finanzpolster von 5,76 Milliarden Euro. Allein eine Milliarde Euro werden zum Geburtstag, zu Weihnachten oder zu Ostern an Kinder als Bargeld verschenkt. Für die Analyse wurden von Mitte Februar bis Anfang April 1588 Kinder und ihre Eltern zum Medien- und Konsumverhalten befragt.

Allein das Handy kostet jeden Monat im Schnitt 26 Euro. Das sind 15 Euro im Jahr mehr als vor zwei Jahren. Schon mehr als zwei Millionen Kinder sind heute mobil erreichbar. „Die Kinder haben so viel Geld und so viel Freiräume, wie noch nie“, fasst Ralf Bauer, Leiter der Markt- und Medienforschung bei Egmont Ehapa, ein Ergebnis der Studie zusammen.„Es wird noch mehr in die Kinder investiert.“

320 Euro im Jahr für Markenkleidung

Auch die Kleidung schlägt im Familienetat immer stärker zubuche. Mit 320 Euro haben Eltern im vergangenen Jahr fünf Euro mehr als 2005 ausgegeben. Dabei wünschen sich der Studie zufolge die Kinder vor allem Markenware. Eltern seien oft bereit, den Wünschen ihrer Kinder nachzugeben, die über den Besitz vermeintlich exklusiver Produkte ihre eigene Persönlichkeit ausdrücken wollten.

Kinder entscheiden sich auch immer früher für den Kauf bestimmter Produkte. So benutzen fast zwei Drittel eigene Zahnpasta, 60 Prozent persönliches Shampoo und die Hälfte ein eigenes Duschgel.

Bewusster gingen Kinder und Eltern mit Ernährung und Bewegung um. Noch zu Beginn des Jahrtausends gab fast die Hälfte der Kinder an, mehrmals in der Woche Bonbons, Kaugummi oder Schokolade zu naschen. Mittlerweile sind es 40 Prozent. Auch bei Getränken ziehen die Kinder immer öfter Mineralwasser einer süßen Limo oder Cola vor.

57 Prozent der Kinder regelmäßig im Internet

Zum Alltag von 3,3 Millionen Kindern in Deutschland zählt mittlerweile auch das Internet. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) geht regelmäßig ins Netz. Zeitschriften werden von 68 Prozent gelesen. Zwar haben Spielkonsolen und PCs auch Deutschlands Kinderzimmer erobert. Doch weit mehr als die Hälfte der 6- bis 9-Jährigen haben traditionelles Spielzeug wie Puzzlespiele, Plüsch- und Stofftiere, Spielkästen und Puppen im Schrank. Geräte wie der Gameboy (38 Prozent) sowie Spiele auf PC (23) und Konsole (24) werden aber beliebter.

Kinder hätten ihre Stellung als emanzipierte Konsumenten verstärkt und könnten ihre Wünsche meist durchsetzen. So dürfen sich nach Angaben der Eltern knapp 60 Prozent der 6- bis 9-Jährigen so kleiden, wie es dem Kind gefällt, oder ihr Zimmer nach eigenem Geschmack einrichten.

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Bei Handys zählt nicht nur, ob man damit telefonieren kann. Viel wichtiger: die integrierte Kamera, coole Klingeltöne und bunte Oberschalen.

Ein Playmobilmännchen? Schön. Aber viel schöner ist gleich ein ganzes Fußballstadion.

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