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Emil fliegt nicht nur auf Fußball

34-Jähriger züchtet Brieftauben

23.05.2007

Denn für seine gefiederten Freunde geht der 34-Jährige auch schon mal - wie im Spiel gegen Olfen - eher vom Platz, damit diese top vorbereitet auf die Reise gehen. «Ich bin mit Tauben groß geworden, sie sind mir ans Herz gewachsen», so der Familienvater von zwei Kindern, der im letzten Jahr seinen größten Erfolg im Taubensport feierte, als sein «Robin» - benannt nach seinem achtjährigen Sohn - sich in einem Regionalflug gegenüber 14 000 anderen Tieren durchsetzte und triumphierte. Fußballerisch hat Schwick seine Heimat mittlerweile wieder beim FC Nordkirchen gefunden, wo er im Alter von sechs Jahren auch mit dem Fußball begann und heute wieder die Fäden im Mittelfeld zieht. «Es war erst schon komisch, von der Landesliga in die Kreisliga B zu wechseln. Aber ich bereue nichts, unsere jetzige Mannschaft ist super zusammengewachsen und kann jetzt ja sogar den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen.» Schon in der C-Jugend wechselte Schwick zu GW Selm in die Leistungsklasse, bevor die weiteren Stationen SuS Olfen, Union Lüdinghausen, VfB Waltrop, Davaria Davensberg, Teutonia Waltrop und erneut Lüdinghausen folgten, wobei er die größten Erfolge in Waltrop feierte. Dort spielte er - u.a. auch mit seinem heutigen Mannschaftskollegen Michael Nachtigall - fünf Jahre in der Verbandsliga und errang dabei eine Vizemeisterschaft. «In dieser Saison hatten wir schon zehn Punkte Vorsprung, hatten den Oberliga-Aufstieg fast sicher und sind dann total eingebrochen», erinnert sich Schwick, der bereits seit zehn Jahren mit seiner Frau Simone verheiratet ist und der er besonders dankt: «Ohne ihr Verständnis und ihre Unterstützung wäre das alles nicht möglich: Familie, Tauben und Fußball.» Und wenn der Taubenliebhaber bald in «Fußball-Rente» geht, steht ein hoffnungsvoller Nachfolger schon in den Startlöchern. Sohn Robin ist der Goalgetter der F-Junioren und könnte in seine Fußstapfen treten. «Er hat aber einen Fehler von mir geerbt, er ist oft zu eigensinnig und spielt nicht ab», lacht Schwick. Doch noch ist es nicht soweit, ans Aufhören denkt der gelernte Dreher, der aufgrund einer Allergie diesen Job nicht mehr ausführen darf und daher eine Umschulung zum Luftsicherheits-Assistenten machte, noch nicht, auch wenn die Verletzungsanfälligkeit in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. «Ein paar Jahre gehen schon noch». tdl

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