Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Empörung und Ablehnung

SCHWERTE Eine drastische Erhöhung der Vereinsabgaben hat der Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) beschlossen. Empörung und Ablehung sind die Reaktionen der heimischen Vereinsvertreter.

von Von Michael Dötsch

, 10.12.2007

Wir fragten nach bei Arnd Brenscheidt (Wirtschaftsratsvorsitzender des Verbandsligisten VfL Schwerte), Hans Haberschuss (Präsident des ETuS/DJK Schwerte), Hans Landsiedel (sportlicher Leiter des SV Geisecke), Holger Lennartz (Präsident des VfB Westhofen) und Harald Rose (sportlicher Leiter der Fußballabteilung der SG Eintracht Ergste).

Die Worte, die sie für die FLVW-Pläne übrig hatten, waren wenig schmeichelhaft für die Verbandsführung. Einhelliger Tenor: Besonders die kleineren Vereine haben unter der Betragserhöhung zu leiden.

Übrigens: Alle Fünf hatten noch nichts von dem Beschluss gehört, den die Verantwortlichen des FLVW am Wochenende gefasst hatten und wurden erst durch unsere Zeitung über den Sachverhalt informiert.

DAS SAGEN DIE VEREINSVERTRETER:

Arnd Brenscheidt: "Das ist ja wohl ein absoluter Witz! Wenn man sich das mal überlegt - eine Erhöhung um hundert Prozent. Und wenn ich dann noch den Satz lese, dass man auf einer weiteren Sondersitzung über weitere Einsparpotenziale beraten werde - ja, kann man sich denn darüber nicht mal vorher Gedanken machen? Für den VfL bedeutet das Mehrausgaben in Höhe von etwa 1000 Euro. Das ist ?ne Stange Geld. Und das Ganze für etwas, wovon wir als Verein rein gar nichts haben."

Hans Haberschuss : "Ich halte das für eine Unverschämtheit. Für uns macht das so viel Mehrkosten aus, dass man ja fast schon Angst haben muss, den Platz eins weiterhin als sportliches Ziel zu verfolgen. Wenn man sieht, was wir an Abgaben an den Kreis Dortmund leisten müssen und was die da beim Verband rausschleudern..."Hans Landsiedel: "Für den SV Geisecke bedeutet dieser Beschluss, dass wir irgendwo anders Einsparungen vornehmen müssen, und da trifft es meistens die Schwächsten. Ich finde, eine Beitragserhöhung ist immer der leichteste Weg die Kassen zu füllen. Das ist wie in der Politik: Unterdeckung heißt Steuern erhöhen. Im Verband sollte man sich mal lieber Gedanken machen, wie man intern Einsparungen vornehmen kann. Die Leute, die so etwas entscheiden, können nicht von der Basis kommen."Holger Lennartz: "Eine Steigerung von hundert Prozent - ganz schön heftig, oder? Ich kann mir gut vorstellen, dass das Nachwirkungen der WM sind. Die Basis muss jetzt dafür bluten, was da ausgegeben worden ist. Gerade im Jugendbereich geht das auf Kosten der kleinen Vereine, während die Bundesligisten für ihren Nachwuchs mit Geld zugeschüttet werden."Harald Rose: "Man muss sich doch mal fragen, was die kleinen Vereine überhaupt vom FLVW haben. Sie sind die geringsten Nutznießer und werden am meisten zur Kasse gebeten. Man muss sich doch nur mal die Latte der Strafgelder ansehen, die Woche für Woche in den Amtlichen Mitteilungen aufgeführt wird. Da darf man schon die Frage stellen, wo dieses Defizit des FLVW überhaupt herkommt. Aber was will man machen, die Vereine haben es nur zu schlucken. Man ist dabei, den Amateursport vor die Wand zu fahren."

   

Lesen Sie jetzt