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Endlich Ende der Diskussion

NORDKIRCHEN Alte Rechtschreibung ade, Kopfnoten hallo. Sitzenbleiben nein danke, Förderung ja bitte. Über aktuelle Neuerungen an den Schulen, weitere Reformideen und Probleme wie Internet-Mobbing sprach Matthias Münch mit dem Leiter der Gesamtschule Nordkirchen, Dieter Tigges.

von Von Matthias Münch

, 07.08.2007

Herr Tigges, Sie sind Deutschlehrer. Kreuzen Sie die alte Rechtschreibung nun als Fehler an? Tigges: Das muss jeder Lehrer ab sofort tun. Die neue Rechschreibung wird konsequent umgesetzt. Das Ende der Diskussion ist wichtig für Schüler und Lehrer und auch für die Verlage. Nun herrscht Klarheit und die Schulen bekommen das entsprechende Material.

Auf den nächsten Zeugnissen bekommen die Schüler wieder Kopfnoten wie vor 30 Jahren. Ihre Meinung dazu? Tigges: Wir haben dazu Handreichungen vom Schulministerium bekommen. Darin wird inhaltlich genau das skizziert, was wir als Gesamtschule immer schon gemacht haben, nämlich Bildung und Erziehung als Einheit betrachten. Neu ist, das dies nun bewertet wird. Es wird die Noten Sehr Gut, Gut, Befriedigend oder Unbefriedigend geben. Allerdings müssen die Schüler Arbeits- und Sozialverhalten in der Schule auch lernen können.

NRW-Schulministerin Barbara Sommer will die Schulen verpflichten, die Quote der Sitzenbleiber künftig zu veröffentlichen. Sie will diese Quote halbieren, ohne das Niveau zu senken. Geht das? Tigges: Es ist ein mutiges Wort der Ministerin, das ich mir schon immer gewünscht habe. Es gibt Schulen, an denen die Hälfte der Kinder sitzen bleibt. Das ist eine Vergeudung von Ressourcen und ein Bärendienst an den Schülern. Eine wesentliche Ursache des Problems liegt in unserem gegliederten Schulsystem. Wenn eine Schule aussortieren und Schüler wegeschieben kann, dann bleiben viele auf der Strecke. Wenn ich dagegen ganzheitlich verantwortlich bin, dann muss ich mich um die Schüler kümmern und sie individuell fördern.

Das ausführliche Interview lesen Sie am Mittwoch in den Ruhr Nachrichten!

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