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Entscheidungen fallen im ehemaligen Armenhaus

NORDKIRCHEN Das Bürgerhaus wird heute von der Volkshochschule für ihre Kurse und von der Gemeinde für ihre Ratssitzungen genutzt. Auch für private Familienfeiern kann es gemietet werden.

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Entscheidungen fallen im ehemaligen Armenhaus

Das Bürgerhaus war einst Armenhaus, Krankenhaus und „Kinderbewahrschule“.

Am Anfang seiner Geschichte im Jahr 1892 diente das Gebäude aber auf Veranlassung des Grafen Nikolaus Josef von Esterhazy als eine so genannte „Kinderbewahrschule“.  Ab 1921 wurde es dann als Unterkunft für erholungsbedürftige Kinder der Kinderheilstätte genutzt. 1978 kaufte die Gemeinde Nordkirchen das Haus und nutzte es zunächst als Nebengebäude der damaligen Hauptschule. 1990 wurde es schließlich zum heutigen Bürgerhaus umgebaut.

"Kinderbewahrschule" fand große Zustimmung bei Nordkirchenern

Doch zunächst zur ursprünglichen Nutzung: Hatte bereits Gräfin Maria Esterhazy Galantha im Jahr 1852 die Erweiterung des Armenhauses am Kirchplatz durch ein Krankenhaus veranlasst, so tat es ihr der Sohn Nikolaus Josef mit der Anordnung zur Errichtung einer „Kinderbewahrschule“ – heute würde man Kindergarten sagen – 1891 gleich. Kinder zwischen drei und sechs Jahren konnten aufgenommen und ganztägig betreut werden, was unter den Nordkirchenern große Zustimmung fand.

Nach dem Tod des Grafen 1897 wurde Schloss Nordkirchen 1903 von Herzog Engelbert Maria von Arenberg gekauft, wodurch auch Armenhaus und Kinderbewahrschule in sein Eigentum übergingen. Unter dem neuen Besitzer wandelte sich der Kindergarten in ein Kindererholungsheim für unterernährte Mädchen und Jungen aus den Ruhrgebietsstädten.

Genesungsheim für lungenkranke Kinder

1921 wurde es unter der Verwaltung des Caritasverbandes Münster – neben dem Gebäude am Kirchplatz – zum Genesungsheim II der Kinderheilstätte, die damals lungenkranke Kinder betreute. 80 kleine Patienten konnten hier nach Fertigstellung des Anbaus bis in die 60er Jahre untergebracht werden. Auch nach der Neuorientierung der Kinderheilstätte auf die Betreuung geistig behinderter Kinder im Jahr 1965 wurde es weiter als Unterkunft genutzt.

1978 tauschte die Gemeinde das  Gebäude gegen das der früheren Mädchenschule an der Mauritiusstraße und richtete hier Klassen- und Fachräume für die Hauptschule ein. Zurückgehende Schülerzahlen machten das Schulgebäude jedoch Mitte der 80er Jahre überflüssig, weshalb der Rat 1984 beschloss, es in eine öffentliche Begegnungsstätte umzubauen. Und nun fallen dort die wichtigen Entscheidungen in der Schlossgemeinde.    Quelle: Dorfführer der Gemeinde Nordkirchen, herausgeben 2007.

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