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50 Jahre Anwerbeabkommen

Erdogan: "Nutzen für beide Länder"

BERLIN Mit einem Festakt in Berlin haben Deutschland und die Türkei an den 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens erinnert. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte am Mittwoch, die Geschichte der türkischen Gastarbeiter in Deutschland sei eine "Erfolgsgeschichte - trotz aller Widrigkeiten".

Erdogan: "Nutzen für beide Länder"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l) und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (r) betrachten im Auswärtigen Amt in Berlin die Verträge des Anwerbeabkommens. Erdogan hält sich aus Anlaß des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens zu einem zweitägigen Besuch in Deutschland auf.

An dem Festakt im Weltsaal des Auswärtigen Amtes nehmen auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teil. „Deutschland war ihnen damals fremd. Sie sind ein Wagnis eingegangen“, sagte Friedrich mit Blick auf die ersten türkischen Gastarbeiter. Die meisten Nachkommen dieser ersten Generation hätten heute ihren festen Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden. Erdogan nannte das Anwerbeabkommen von 1961 einen Vertrag zum Nutzen beider Länder. „Vor 50 Jahren haben die Menschen nicht nur ihre Arbeitskraft angeboten, sondern auch ihren guten Willen. In diesen 50 Jahren haben sie die Fremde zu ihrer Heimat gemacht“, sagte Erdogan. Auf Deutsch rief er aus: „Wir gehören zusammen.“

Die türkischstämmigen Menschen in Deutschland forderte Erdogan dazu auf, Deutsch zu lernen und die deutsche Staatsangehörigkeit zu erwerben. Integration sei aber kein einseitiger Prozess; notwendig sei eine „Kultur des Zusammenlebens“. Das Anwerbeabkommen war am 30. Oktober 1961 geschlossen worden, um dringend benötigte Arbeitskräfte nach Deutschland zu holen. Viele der damaligen Gastarbeiter ließen ihre Familien nachziehen. Heute leben in Deutschland mehr als 2,5 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln.

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