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Ermittlungen gegen Tönnies-Gruppe ausgeweitet

RHEDA-WIEDENBRÜCK Die Ermittlungen gegen den größten deutschen Schweinefleischverarbeiter, die Tönnies-Gruppe in Rheda-Wiedenbrück, ziehen offenbar immer weitere Kreise.

Ermittlungen gegen Tönnies-Gruppe ausgeweitet

Das Firmengelände des Fleischfabrikanten Tönnies in Rheda Wiedenbrück.

Laut einem Zeitungsbericht ermittelt die Staatsanwaltschaft Bochum mittlerweile auch wegen Korruptionsverdachts gegen das Unternehmen. Der Zeitung zufolge wird derzeit gegen mehr als 40 Beschuldigte ermittelt - dazu zählt auch Firmeninhaber Clemens Tönnies, der außerdem Aufsichtsratsvorsitzender beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 ist.

Neben dem Vorwurf des Betrugs und der illegalen Beschäftigung gebe es darüber hinaus Hinweise der Bestechung und der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr, hieß es. Nähere Einzelheiten nannte die Staatsanwaltschaft  nicht. Laut der Zeitung sollen Verantwortliche des Unternehmens Schmiergeld von Zulieferern erhalten haben. Dabei soll es sich um monatliche Zahlungen von mehreren Tausend Euro gehandelt haben.

Betrug vorgeworfen

Bislang war der Tönnies-Gruppe Betrug zum Nachteil von Lieferanten und Abnehmern von Fleisch sowie die illegale Beschäftigung von ausländischen Mitarbeitern vorgeworfen worden. Deshalb wurden unter anderem Wohn- und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen sowie in fünf anderen Bundesländern und Zypern durchsucht.

Die Tönnies-Gruppe beschäftigt nach Angaben eines Sprechers rund 4000 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz betrug 2006 etwa drei Milliarden Euro. Laut dem Unternehmen werden pro Jahr rund zehn Millionen Schweine und 78 000 Rinder in den vier Betrieben der Tönnies-Gruppe geschlachtet. Der Exportanteil liegt bei 35 Prozent.

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