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Erneute Streiks im Einzelhandel

DÜSSELDORF Im seit Monaten dauernden Tarifkonflikt im Einzelhandel hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch wieder zu Streiks aufgerufen.

Erneute Streiks im Einzelhandel

Die Gewerkschaft Verdi pocht im Tarifstreit auf die Einhaltung der bisherigen Zuschlagsregelungen.

In Berlin und Brandenburg legten mehr als 1000 Mitarbeiter die Arbeit nieder und demonstrierten für höhere Gehälter. Verdi hatte zu den eintägigen Streiks in Supermärkten aufgerufen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Für die knapp 100.000 Beschäftigten in der Region fordert Verdi Gehaltserhöhungen um 6,5 Prozent. Auch in Nordrhein-Westfalen wurde gestreikt.

Die Gewerkschaft wehrt sich zudem gegen die beabsichtigte Streichung von Zuschlägen für Arbeit am Abend, nachts und an Samstagen. Nach Angaben des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg blieben in der Region jedoch alle Supermärkte geöffnet. Nur sieben Penny-Märkte in der Hauptstadt seien geschlossen gewesen. Einschränkungen für die Kunden habe es kaum gegeben, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Nils Busch-Petersen.

Schlecker in NRW betroffen

In Nordrhein-Westfalen legten Gewerkschaftsangaben zufolge Mitarbeiter von rund 250 Filialen der Drogeriemarkt-Kette Schlecker die Arbeit nieder. Von dem Ausstand seien vor allem Filialen im Ruhrgebiet betroffen gewesen. In Düsseldorf hätten Streikende an einem Demonstrationszug durch die Innenstadt teilgenommen.

Gewerkschaft und Arbeitgeber hatten zuletzt Anfang September über einen neuen Tarifvertrag verhandelt. ver.di verlangt für die rund 400.000 Beschäftigten der Branche in NRW 4,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie ein Mindesteinkommen von 1500 Euro für eine Vollzeitstelle. Die Arbeitgeber wollen Kürzungen bei den Zuschlägen für Spät- und Wochenendarbeit durchsetzen. Nur dann sind sie bereit, 1,7 Prozent mehr zu zahlen. ver.di hat dieses Angebot zurückgewiesen.

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